Windkraft: Recycling-Ideen für ausgediente Rotorblätter

Tausende Windkraftanlagen werden in den kommenden Jahren demontiert und ausgetauscht. Doch ein umfassendes Recycling für die Rotorblätter ist nicht vorhanden.

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Mobile Rotorblattsägen zerlegen die Rotorblätter bei der Demontage im Windpark in kurze Stücke. An den Schnitten kann man einen Blick in das Innere der Blätter werfen.

(Bild: Veolia)

Von
  • Susanne Donner
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Windräder sind schon fast ein Symbol der Energiewende. Viel grüner kann Strom nicht entstehen. Die Probleme fangen erst an, wenn Windräder ausrangiert werden. Schon die Demontage mit Kränen und schwerem Gerät ist ein ziemliches Unterfangen. Gewaltige Kreissägen zerlegen den Turm und die bis zu 50 Meter langen Rotoren am Kraftwerksstandort in transportfähige Stücke. Aber warum eigentlich Windräder demontieren?

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Nach 20 Jahren läuft die Förderung des Windstroms über das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus. Danach rechnet sich der Betrieb der Anlagen manchmal einfach nicht mehr. Ein Aufrüsten der Anlagen, das sogenannte Repowering, ist genehmigungspflichtig und kostet Geld. Und nicht jeder Standort, an dem vor über 20 Jahren ein Windrad erlaubt war, würde heute wieder eine Genehmigung erhalten. In solchen Fällen ist der Rückbau die einzige Option.

Das Ideal vom grünen Strom hat also einen Makel, einen Geburtsfehler, der erst in letzter Zeit zum Vorschein kommt: An den Abfall haben Ingenieure in den 90er-Jahren nicht gedacht, als sie mehr und mehr Windkraftanlagen aufstellten. Wohin bloß mit den alten Windmühlen, ist nun eine Frage, die Betreiber plagt.

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