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WireGuard-VPN: Wie schnell moderne Fritzboxen mit der Freetz-Mod werden

Andrijan Möcker
WireGuard-VPN: Was moderne Fritzboxen leisten (könnten)

Wir haben mit der Modifikation "Freetz" ausprobiert, wieviel Durchsatz per WireGuard-VPN auf den Fritzboxen 7490 und 7590 möglich ist.

Als AVMs IPsec-Implementierung unter dem Namen Fritz-VPN erstmals auf Fritzboxen erschien, war die Funktion eine ersehnte Neuerung. Fritz-VPN war von Anfang an gut dokumentiert, für Neulinge mit wenig Aufwand einzurichten und genügte für die damals üblichen Anschlussgeschwindigkeiten.

Heute, zwölf Jahre später, dominieren VDSL-, DOCSIS-, LTE- und Glasfaserverbindungen mit hohen Datenraten im Down- und Uplink. AVM hat da hinsichtlich der Softwareentwicklung nicht ganz mitgehalten, sodass selbst neue Fritzboxen bei der VPN-Leistung weit hinter den Anschlussgeschwindigkeiten zurückbleiben. Auch fehlt die moderne IKEv2-Variante, IKEv1 gilt inzwischen als veraltet. Ein Großteil der aktuellen Fritzboxen erreicht bei rund 20 MBit/s IPsec-Durchsatz das Limit – selbst solche wie die modemlose Fritzbox 4040, der AVM viel RAM und einen vierkernigen ARM-Prozessor spendiert hat. An modernen VDSL-Anschlüssen kann man also nur die Hälfte der typischen Uplink-Rate von 40 MBit/s per VPN nutzen. Mehr VPN-Durchsatz gibts nur mit einem externen Gerät, doch das erhöht die Stromrechnung und lohnt sich nur, wenn es noch weitere Aufgaben hat.

Trotz gehäufter Nachrichten zur Einführung von WireGuard in den Betriebssystemen von Routern lässt AVM die Frage, ob und wann Fritzboxen eine Auffrischung ihrer VPN-Funktion bekommen, seit längerer Zeit offen. Das angekündigte FritzOS 7.20 soll zwar VPN-Verbesserungen enthalten, von einem neuen Protokoll spricht der Hersteller jedoch nicht. Auf erneute Anfrage, ob und wann man WireGuard einführen würde, sagte uns AVM, dass man sich das Protokoll zwar ansehe, aber bislang keine Entscheidung zu einer Einführung gefällt habe.


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