Künstliche Allgemeine Intelligenz: Wissen, was wahr ist

Könnte der Traum von einer denkenden, menschenähnlichen Maschine wirklich wahr werden? Die Frage wird derzeit heftiger denn je diskutiert.

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(Bild: picture alliance/PantherMedia)

Von
  • Will Douglas Heaven
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Ben Goertzel hat schon immer etwas größer gedacht: Vor gut zwanzig Jahren gründete der KI-Forscher ein Startup namens Webmind. Es war Teil des sogenannten Dot-Com-Booms – als Investoren alles finanzierten, was auch nur im Entferntesten mit Computern und dem Internet zu tun hatte. Doch selbst für diese wilde Zeit waren die Ziele von Webmind ehrgeizig: Goertzel wollte das digitale Abbild vom Gehirn eines Babys erschaffen und es ins Internet hochladen.

Dort wäre es seiner Meinung nach zu einem vollständig entwickelten, sich selbst bewussten und weitaus intelligenteren Wesen herangewachsen als ein Mensch. „Wir stehen am Rande eines Übergangs, der in seiner Bedeutung dem Aufkommen der Intelligenz oder der Entstehung der Sprache gleichkommt“, sagte er 1998 dem Christian Science Monitor.

Webmind versuchte sich zu finanzieren, indem es nebenbei ein Tool zur Vorhersage des Verhaltens der Finanzmärkte baute, aber der größere Traum ging nie in Erfüllung. Nachdem das Unternehmen 20 Millionen Dollar verbrannt hatte, wurde Webmind aus seinen Büros an der Südspitze Manhattans vertrieben und stellte die Bezahlung seiner Mitarbeiter ein. Im Jahr 2001 meldete das Unternehmen Konkurs an.

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