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Zum Mars, zu den Sternen: Auf der falschen Bahn

Die Pläne in der bemannten Raumfahrt klingen fantastisch. Viele drohen zu scheitern – weil die Raumfahrtbehörden ihr Geld für die verkehrten Projekte ausgeben.

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(Bild: Shutterstock)

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Vor 50 Jahren, im Juli 1969, war die Welt im All noch in Ordnung. Die Amerikaner waren gerade – nach erbittertem Wettlauf mit den Sowjets – auf dem Mond gelandet. Neil Armstrong hatte das Sternenbanner in den Boden gerammt und stolz davor salutiert. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa war auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Alles schien möglich, alles schien erreichbar. Der Mond, der Mars, die Sterne.

Heute, fünf Jahrzehnte später, ist Ernüchterung eingekehrt. Die Menschheit hängt im niedrigen Erdorbit fest, selbst der Mond scheint kaum erreichbar – allen Ankündigungen zum Trotz. Der Nasa fehlt schlichtweg das Geld, um ähnliche Mammutprojekte wie 1969 zu stemmen. Die russische Raumfahrt liegt am Boden. China schwingt sich zwar zur zweiten großen Macht im All auf, wird bei internationalen Projekten aber ignoriert. Und private Unternehmen, die mit ihren kommerziell entwickelten Raketen den Markt aufmischen könnten, ernten von staatlichen Raumfahrern noch immer skeptische Blicke.

Trotzdem steht selbst 50 Jahre nach der Mondlandung noch immer die bemannte Raumfahrt im Fokus – sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei den Raumfahrtagenturen. Allein die Nasa gibt etwa die Hälfte ihres Budgets für heutige und künftige Flüge ihrer Astronauten aus. Die Erforschung ferner Welten, die eines Tages zum Ziel der Eroberung des Weltalls werden könnten, und die Entwicklung der dafür nötigen Technologien drohen auf der Strecke zu bleiben. Steht sich die Raumfahrt mit ihrer Vielzahl an bemannten Projekten, mit der Abhängigkeit vom Willen und Geld der Politik, mit dem Fehlen einer wirklichen Vision womöglich selbst im Weg?

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