c’t geht ins fünfte Jahrzehnt

Hätten Sie’s gewusst? c’t wird stolze 40 Jahre alt. Wir werden dieses Jubiläum das ganze Jahr lang feiern. Und haben dafür einiges geplant.

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Von
  • Dr. Jürgen Rink
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Das Logo zum 40. Geburtstag der c’t werden Sie ab sofort häufiger sehen, denn wir wollen das Jubiläum das ganze Jahr über begehen. In jeder c’t-Ausgabe 2023 stellen wir einen Artikel aus den letzten 40 Jahren vor, der es wert ist, noch einmal in Erinnerung gerufen zu werden: Die größten Erfolge, die gröbsten Fehleinschätzungen und die spektakulärsten Investigativreportagen werden wir aus heutiger Perspektive kommentieren.

Im Mai wird eine Jubiläumsausgabe erscheinen, in der wir Messräume vorstellen, zeigen, wie wir journalistisch arbeiten, welche c’t-Produkte wir neben dem Magazin entwickeln und wie groß der Aufwand von Investigativrecherchen ist. In der 40-Jahre-Ausgabe wollen wir aber auch darüber diskutieren, wie es uns gelingt, unabhängig zu bleiben von jeglicher Einflussnahme. Diese Unabhängigkeit hat c’t groß gemacht und ist unser höchstes Gut. Genauso wichtig ist uns der genaue Blick auf Themen: Wo andere nur schnorcheln, da tauchen wir tief.

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Wir schauen in diesem Jahr nicht nur zurück, sondern auch nach vorne – beziehungsweise nach oben. Wer schon mal die Gelegenheit hatte, das Verlagsgebäude zu betreten, hat die Kunst im Bau gesehen: Da schrauben sich über 1000 c’t-Ausgaben im Foyer empor. Die Skulptur entstand zum 30. Jubiläum und soll auf den aktuellen Stand gebracht werden: Die zusätzlichen zehn Jahrgänge entsprechen gestapelt einer zusätzlichen Höhe von etwa 2,60 Meter. Wenn der Statiker es zulässt, werden wir publikumswirksam aufstocken.

Zum 30-jährigen Geburtstag im Jahr 2013 stapelten wir im Foyer des Verlagshauses in Hannover alle bislang erschienen c’t-Ausgaben übereinander. Aus der temporären Skulptur, die sich in die Höhe schraubt, wurde ein dauerhaftes Wahrzeichen. Wir wollen die fehlenden 2,60 Meter bis zum 40. Jahrgang aufstocken – wenn es die Gebäudestatik erlaubt.

An einigen Ideen zum 40. basteln wir noch. Derzeit ist ein Hackathon für Open-Source-Projekte bei uns im Verlagsgebäude im Gespräch sowie Preisausschreiben mit Unternehmen, die uns zum Teil schon lange begleiten – nicht jeder Bericht und jeder Test verursacht dort gute Laune, aber die Zusammenarbeit mit den meisten Firmen verläuft professionell und man schätzt sich.

Das c’t magazin hat sich in 40 Jahren verändert und ist sich trotzdem treu geblieben. Diese Kontinuität hat c’t nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken, dass ein Führungswechsel selten ist. In den vierzig Jahren gab es nur die Chefredakteure Christian Persson mit Detlef Grell, dann Johannes Endres und mich seit 2017.

Einige Zäsuren fanden dennoch statt. 1996 wurde die c’t endgültig mit ihren damals über 600 Seiten zu dick für den üblichen deutschen Briefkasten und wir wechselten vom Monatstakt in den vierzehntäglichen Rhythmus. Die Erweiterung des Printmagazins hin zu digitalen Ausgaben in den Apps und im Browser vor etwas mehr als zehn Jahren war ebenso prägend.

In den letzten sechs Jahren haben wir zudem einen strikt leserzentrierten Journalismus verfolgt: Die Redaktion macht ein Angebot und Sie als Leser entscheiden, was Sie davon halten. Das messen wir auf unterschiedliche Art und Weise: Indem wir zum Beispiel auswerten, wie häufig die Artikel in den digitalen Ausgaben gelesen werden. Außerdem arbeiten wir eng mit einem Leserbeirat zusammen, der aus etwa 300 Menschen besteht. Damit können wir auch zukünftig neue Themen ausprobieren, um festzustellen, wie diese bei den Lesern ankommen. Eines ist sicher: Durch die Digitalisierung erweitert sich die Themenpalette der c’t enorm.

Die Erkenntnisse daraus sind jetzt schon hilfreich: Endlich wissen wir, statt nur zu ahnen, dass die Bastelprojekte von Raspi bis Selbstbau-PCs verschlungen werden, dass Themenerweiterungen wie E-Mobilität und Energieversorgung dem überwiegenden Teil der Leser gefallen. Dabei achten wir darauf, nicht nur auf populäre Themen zu setzen, sondern auch Fangruppen zu bedienen, die sich für Server interessieren oder für Linux, Admin-spezifisches oder für unsere Hardcore-Artikel, die extrem in die Tiefe gehen.

Diese Leserzentrierung ist für uns der Schlüssel für die Zukunft. Dazu kommt, dass eine Medienmarke wie c’t mit Digitalisierung und gesellschaftlichen Veränderungen Schritt halten muss. Das Magazin wird es noch sehr, sehr lange geben, sowohl auf Papier als auch in digitalen Formaten. Das allein genügt heute aber nicht, denn andere Formate wie Audio und Video dürfen wir nicht außen vor lassen, um mehr Menschen vom unabhängigen c’t-Journalismus zu überzeugen.

Wir haben deshalb in den letzten Jahren neue c’t-Produkte aus der Taufe gehoben. c’t uplink war der erste Podcast der Redaktion und ist nach wie vor unser erfolgreichster. Jede Woche diskutieren c’t-Redakteure über IT-Themen, häufig zu Themenschwerpunkten, die wir auch im Magazin haben. Der Datenschutz-Podcast der c’t heißt Auslegungssache. Redakteur Holger Bleich und Heise-Justiziar Joerg Heidrich besprechen aktuelle Entwicklungen zum Thema und laden in jeder Folge einen Experten ein. Der Audio-Podcast Bit-Rauschen komplettiert die c’t-Podcast-Riege. Christof Windeck, Christian Hirsch und Carsten Spille halten ihre Zuhörer zum Thema Chips und IT-Hardware auf dem Laufenden.

Podcasts und Videokanäle von c’t:

Seit rund einem Jahr haben wir den YouTube-Channel c’t 3003 am Start. Jan Keno Janssen bringt c’t-Themen zielgruppengerecht zu YouTube und wir sind stolz auf zum Teil mehrere Hunderttausend Abrufe pro Folge. Für 2023 planen wir bereits weitere c’t-Produkte. Und dabei hören wir auf Sie: Wir freuen uns über Ihre Meinung und über Ihre Glückwünsche und haben dafür die Mail-Adresse 40.Geburtstag@ct.de eingerichtet – schreiben Sie uns!

c't Ausgabe 4/2023

(Bild: 

c't 4/2023

)

Photovoltaik bommt und Sie erreichen keinen Installateur? In der Ausgabe c't 4/2024 legen wir selbst Hand an und schrauben im Selbstversuch eine PV-Anlage auf das Dach. c't erklärt, welche Schritte man selbst ausführen kann und darf und ab wann der Fachbetrieb ran muss. Sie lernen die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen kennen und erfahren, wie die PV-Komponenten funktionieren. Außerdem haben wir einen Praxisleitfaden zur Verschlüsselung von Daten geschrieben, versuchen USB-Speicher mit integrierter Verschlüsselung aufzuknacken und haben effiziente Ryzen-7000-CPUs getestet. Das alles und noch viel mehr lesen Sie in c't 4/2023!

(jr)