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iPhone-Krise: Stürzt Apple ab?

Auf Apples Erfolg konnte man Jahre lang verlassen. Umso heftiger fielen die Reaktionen aus, als Tim Cook einräumte, dass sich das iPhone schlechter verkauft.

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(Bild: Apple Store Nanjing Road in Shanghai, China. Bild: Wang Gang für dpa)

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2019 begann für Apple mit einem Schock. Am ersten Handelstag des Jahres musste der erfolgsverwöhnte Apple-Chef Tim Cook in einem Brief an die Investoren zerknirscht einräumen, dass sein Unternehmen im jüngsten Weihnachtsquartal deutlich weniger Umsatz gemacht hat, als noch drei Monate zuvor prognostiziert. Es war das erste Mal seit 16 Jahren, dass Apple seine Umsatzerwartungen zurücknehmen musste.

Die Apple-Aktie stand bereits in den Wochen vor der Umsatzwarnung mächtig unter Druck: Das Papier hatte seit dem Höchststand von 232 Dollar Anfang Oktober 2018 dramatisch verloren und lag zum Jahresende nur noch bei knapp 158 Dollar. Damit lösten sich 366 Milliarden Dollar Unternehmenswert innerhalb von drei Monaten in Luft auf. Die Warnung an die Investoren ließ den Börsenwert von Apple dann noch einmal kräftig abrutschen. Innerhalb weniger Stunden sank der Wert des Unternehmens um weitere 75 Milliarden Dollar. Seit dem Höchststand im Oktober 2018 hatte Apple damit ungefähr den kompletten Unternehmenswert von Facebook verloren. Allein der Großaktionär Warren Buffet, der 252,5 Millionen Apple-Aktien hält, wurde am Tag der Gewinnwarnung auf einen Schlag um knapp vier Milliarden Dollar ärmer.

Auf diesen Moment schienen einige Apple-Kritiker gewartet zu haben: Der bekannte Forbes-Kolumnist Stephen McBride sagte "Das Ende von Apple" voraus und erinnerte an den Niedergang des einstigen Handy-Weltmarktführers Nokia. Die "New York Times" schrieb einen langen Artikel darüber, warum man zurzeit nicht in den Schuhen von Tim Cook stecke wolle. Und auch in Deutschland erschienen düstere Schlagzeilen: "Ein dunkler Tag für Apple" (FAZ), "Apple steckt in der Krise" (Meedia) oder "Apple verliert an einem Tag 75 Milliarden Dollar" (WirtschaftsWoche).

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