Menü
iX Magazin

3D-Display mit Lasertechnik: Erster Prototyp ist fertig

Werbetafeln, die dem Betrachter je nach dessen Standort unterschiedliche Bilder zeigen oder Großveranstaltungen als 3D-Videos präsentieren, das soll ein neues Display mit Lasertechnik realisieren.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 58 Beiträge

(Bild: TriLite)

Vor vier Jahren hatte das Start-up-Unternehmen TriLite Technologies die Idee, ein neuartiges 3D-Display zu entwickeln, das die einzelnen Lichtstrahlen direkt zum passenden Auge des Betrachters schickt. In Kooperation mit drei Instituten der TU Wien ist jetzt ein erster Prototyp fertig. Das fertige Display soll in der Lage sein, über eine große Fläche hunderte verschiedene Bilder abzustrahlen, die der Betrachter nach und nach zu sehen bekommt, wenn er daran vorbei geht, ohne eine spezielle Brille tragen zu müssen. So könnte er zum Beispiel ein dargestelltes Objekt wie ein reales von verschiedenen Seiten betrachten.

Um diese Idee in die Tat umzusetzen, hat das Forschungsteam nicht nur die Hardware, sondern auch ein neues Videoformat entwickelt. Laut TriLite Technologies ließen sich heutige 3D-Kinofilme in das Format umrechnen, man gehe aber davon aus, dass Material speziell für das Display hergestellt werde – eventuell mit einer deutlich größeren Zahl an Kameras.

TriLites großformatiges 3D-Display soll sogenannte Trixel mit Lasern und beweglichen Spiegeln nutzen.

(Bild: TriLite)

Jedes 3D-Pixel (Trixel) des Displays besteht aus Lasern und einem beweglichen Spiegel, der die Laserstrahlen kontinuierlich über das gesamte Sichtfeld lenkt. Dabei werden unterschiedliche Laserblitze in verschiedene Richtungen geschickt, indem man die Intensität laufend verändert. Befindet sich der Betrachter im passenden Abstand zum Bildschirm – der ist je nach Bedarf einstellbar –, sieht er ein dreidimensionales Bild, andernfalls eins in 2D.

Anders als etwa eine Kinoleinwand ist das Display sehr hell und soll daher auch in Freien, selbst bei Sonnenschein, gut sichtbare Bilder wiedergeben. Noch hat der Prototyp nur eine Auflösung von fünf mal drei Pixeln, ein Hochskalieren sei laut Jörg Reitterer von TriLite Technologies nach dieser Machbarkeitsstudie jedoch kein Problem mehr. Die Technologie sei bereits patentiert und bis Mitte nächsten Jahres soll der nächste Prototyp fertig sein. Mit der Markteinführung rechnet das Unternehmen bereits 2016. (ka)