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AMD gibt die Microserver-Sparte auf

Der Intel-Konkurrent will den Investitionsfokus "schärfen" und stellt den Verkauf der Seamicro High-Density-Server ein.

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AMD gibt die Microserver-Sparte auf

Anlässlich der katastrophalen Quartalszahlen, die AMD am Donnerstag veröffentlicht hatte, gibt der Chip-Bauer das Geschäft mit den Microservern wieder auf. Erst 2012 war der Chip-Hersteller dort mit der Übernahme von Seamicro eingestiegen, da High-Density-Server mit sparsamen x86- oder ARM-CPUs zu der Zeit als die kommenden Stars am RZ-Himmel galten. Vor allem aufgrund des Werteverfalls immaterieller Anlagen schreibt AMD erst einmal 75 Millionen US-Dollar ab. Gekostet hatte die allein Übernahme von Seamicro 334 Millionen Dollar.

Kurz nach der Entscheidung, den Verkauf von Microservern einzustellen, hat AMD die Seamicro-Website bereits geschlossen.

Laut CEO Lisa Su, die erst im Oktober 2014 den Posten übernahm und als treibende Kraft für diesen Richtungswechsel gilt, will AMD aber das von Seamicro mit übernommene geistige Eigentum an dem Fabric-Interconnect behalten, ohne konkrete Pläne zu nennen. AMD sehe zwar immer noch Wachstumspotenzial im Server-Markt, aber nicht durch den Verkauf von Komplett-Systemen.

Der Fokus soll statt dessen wieder voll auf der Entwicklung und dem Verkauf von x86-Chips sowie der Entwicklung des Opteron A1100 mit ARM-Architektur (Code-Name Seattle) liegen. Seine Massenfertigung, die für 2014 anberaumt war, soll nun in der zweiten Hälfte 2015 starten. (sun)