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IBM bringt Power-Systeme aus eigener Cloud

Künftig können Nutzer Power-Systeme aus IBMs Public Cloud beziehen – mit IBM i oder AIX. Linux ist jedoch nicht mit von der Partie.

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In Amerika gilt das Angebot bereits seit dem 17. Juni, in Deutschland will IBM am 1. Juli nachziehen und in seiner Cloud erstmals virtuelle Maschinen auf Basis der Power-Hardware vermieten – und zwar mit den Betriebssystemen AIX und IBM i. Damit lassen sich die proprietären Betriebssysteme aus der firmeneigenen Public Cloud beziehen, die aus der Übernahme des Cloud-Providers Softlayer am 2013 hervorging. Hardware-Instanz ist wahlweise das Scale-out-Modell S922 mit aktueller Power9-Technik oder das Scale-up-Modell E880 als älterer Power8 – und zwar mit einem der Betriebssysteme IBM i 7.2, IBM i 7.3 und dem seit dem 21. Juni verfügbaren IBM i 7.4 sowie mit AIX 7.1 und AIX 7.2.

Die Preise der IBM-i- und AIX-VMs sind bei einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über drei Jahre um den Faktor 1,7 bis 1,9 höher als bei einer Installation auf eigener Hardware im Rechenzentrum. Allerdings kann je nach Konfiguration das Mieten von Kapazität zum Beispiel bei Amazon zwei- bis neunmal mehr als der klassische Kauf kosten. Das liegt unter anderem an den vom Anbieter übernommenen Administrations- und Softwarekosten.

Es fällt jedoch auf, dass Linux fehlt. Das überrascht aus zwei Gründen: Erstens verfolgt IBM bei der Entwicklung der Power-Systeme konsequent die Strategie „Linux first“, zweitens engagiert sich IBM stark in der SAP-Welt. Hier leisten zwar AIX und IBM i gute Dienste, doch einzig und allein für den von SAP ausgemusterten ERP-Klassiker Business Suite. Die SAP-Plattform Hana und insbesondere die aktuelle ERP-Suite S/4 Hana laufen hingegen ausschließlich auf Linux-Systemen. (Berthold Wesseler) / (fo)