Android-Software für Entwickler wenig lukrativ

Eine Spielefirma klagt über zu geringe Einnahmen mit ihrer Android-Software und verlangt Verbesserungen im Online-Shop

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Von
  • Christian Kirsch

In einem Blog-Eintrag beklagt sich Matt Hall vom Spieleentwickler Larva Labs über niedrige Umsätze in Googles Android-Store. Mit zwei Spielen erzielte die Firma im August einen durchschnittlichen Umsatz von 62,39 Dollar pro Tag. "Damit wird es sehr schwierig, ein Ferienhaus zu bezahlen."

Hall verweist außerdem auf das Spiel Trism, dessen iPhone-Version in den ersten zwei Monaten rund 250.000 US-Dollar einspielte. Im selben Zeitraum verkaufte der Hersteller weniger als 500 Android-Versionen, was Einnahmen von maximal 1046 Dollar entspreche.

Auch eine Untersuchung (PDF-Datei) der Marktforscher von Admob deutet darauf hin, dass der Android-Store für Software-Firmen wesentlich weniger lukrativ ist als Apples Online-Shop. Während die Hälfte der iPhone-Besitzer mindestens eine Anwendung pro Monat kaufe, liege dieser Anteil bei Android-Anwendern nur bei 19 Prozent. Admob schätzt, dass für Android-Anwendungen monatlich 5 Millionen US-Dollar ausgegeben werden, während iPhone-Software 125 Millionen einspielt. Allerdings geben Nutzer beider Plattformen nach diesen Zahlen monatlich etwa gleich viel für Software aus.

Matt Hall kritisiert als Ursachen für den geringen Verkauf von Android-Programmen unter anderem die mit 325 Zeichen zu kurzen Beschreibungen im Store. Auch der Zwang zum Nutzen von Googles hauseigenem Bezahlsystem "Checkout" stelle eine zu hohe Hürde für Käufer dar: "Google Checkout ist nicht für den Verkauf von Anwendungen geeignet – es behandelt alles im Wesentlichen wie ein Sofa." Zudem seien kostenpflichtige Anwendungen im Shop nur schwierig zu finden. (ck)