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Anwendungsverfügbarkeit: Veeam veröffentlicht Version 9.5 der Availability Suite

Veeam hat Version 9.5 der Availability Suite angekündigt. Hinzu kommt ein neues Produkt für das Management von Failover-Plänen, die diverse Cloud-Plattformen einschließt.

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(Bild: dpa, obs/T-Systems)

Mehr als 400 und damit gut fünfzehn Prozent mehr Besucher als 2015 kamen zur Kongressmesse Veeamon Forum Deutschland nach Hanau. Dort hat das Management des Unternehmens, das sich als Spezialist für Anwendungsverfügbarkeit sieht, die Produktpläne für das laufende Jahr vorgestellt.

Veeam bietet mit seiner Availability Suite agentenfreies Backup und Recovery auf Basis eines HyperV- oder Vmware-Hypervisor an. Die Umgebung erscheint 2016 in dem Zwischenrelease 9.5, das Microsofts 2016-Serie wie den Server, SQL Server und Sharepoint Server unterstützen wird. Zwei Monate nach Veröffentlichung des neuen Windows Server soll die neue Veeam-Version erhältlich sein.

Weitere Neuerungen der Version 9.5: Veeam hat Speichersysteme von Nimble Storage zertifiziert. Mit Veeam gesicherte Daten lassen sich nun direkt aus Microsoft Azure wiederherstellen, wenn die Primär-Site ausfällt – diese Funktion war bisher nur in Pilotanwendungen umgesetzt. Provider können über das Management Backup Portal ihren Kunden einfacher Backup-Services auf Microsoft Azure mit Veeam-Software anbieten. Nutzer können ihre Backups sehen und beispielsweise selbst Subkonten einrichten. Im Sommer soll das Portal auch für den On-Premise-Einsatz erscheinen. Außerdem integriert Veeam in Version 9.5 den Agenten für Linux; ein neues Tool, das Sicherungen wichtiger Distributionen, darunter Red Hat, Suse Linux und Ubuntu, ermöglicht.

Außerdem kündigte Veeam für 2016 den Availability Orchestrator an, ein neues Softwaretool, das die bisherigen Produkte des Anbieters überlagert. Mit ihm kann man Failover-Pläne verwalten und Failovers häufiger als bisher testen. Zudem dokumentiert es vollständig Failover-Pläne und -Abläufe, sobald der Fall der Fälle eintritt. Umsetzbar sind damit auch Failover über Veeams Cloud Connect in der Cloud. Dies gilt sowohl für die hauseigene Plattform als auch für Service Provider wie Microsofts Azure, AWS oder Google und VMware.

Mittelfristig soll der Orchestrator alle denkbaren zu sichernden Plattformen einbeziehen – ein Endpoint-Produkt hat Veeam bereits im Programm. Das könne, so Marketingchef Peter Ruchatz, auch bedeuten, für Container-basierte Plattformen ohne Hypervisor-Schicht eine komplett neue Technik zu entwickeln. Die bisherigen Produkte setzen einen Hypervisor voraus. (Ariane Rüdiger) / (fo)