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Ausweitung von E-Government-Angeboten - Verzicht auf Signatur

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Noch zwei Jahre bleiben den EU-Mitgliedsstaaten, um die Dienstleistungsrichtlinie aus Brüssel umzusetzen. Nach ihr muss es Unternehmen zukünftig möglich sein, sämtliche Verwaltungsangelegenheiten, die eine geplante Dienstleistungsaufnahme betreffen, EU-weit elektronisch abwickeln zu können.

Deutsche Ämter wollen aber noch einen Schritt weiter gehen. Laut einer Befragung von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut unter Entscheidern in Sachen E-Government sollen auch Privatpersonen verstärkt elektronisch mit den Behörden kommunizieren können, etwa in Bezug auf das Einwohnermeldewesen oder bei der Übermittlung von Verwaltungs- und Steuerformularen.

Jede vierte Kommune will ihre Verwaltungsvorgänge entsprechend anpassen, sodass man zukünftig etwa Personalausweise oder Pässe elektronisch beantragen kann. Um die Hemmschwelle bei den Bürgern zu senken und die Nutzung zu erleichtern, wollen die Kommunen auf den Zwang zur digitalen Signatur verzichten. Ein Teil von ihnen plant weitere Service-Angebote per E-Mail, zum Beispiel das Beantragen von Beglaubigungen oder Führungszeugnissen, Gewerbe- und KfZ-Anmeldungen sowie Vorgänge zur Abfallwirtschaft. Neben der Einrichtung mehrsprachlicher Portale für Bürger und Unternehmen aus anderen Mitgliedsstaaten wollen einige Städte und Gemeinden außerdem Zugezogenen zur Unterstützung bei Verwaltungsangelegenheiten einen sogenannten "Fall-Manager" zur Seite stellen. (ur)