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BS2000 SE: Fujitsu aktualisiert seine Mainframes

SE310 und SE710 stellen die neueste Generation von Fujitsus BS2000-SE-Mainframes dar. Insbesondere die Rechenleistung und Peripherie-Konnektivität profitieren.

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(Bild: Fujitsu)

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Mit den neuen BS2000-Modellen SE310 und SE710 stellt Fujitsu die nächste Generation seiner Großrechnerlinie vor. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen eine höhere Rechenleistung, je nach Modell 10 bis zu 20 Prozent, sowie eine leistungsfähigere Peripherie-Konnektivität mit 16 GBit/s Fiber-Channel-Verbindungen (FC). Beide Systeme sind laut Fujitsu ab Oktober 2019 lieferbar.

Die BS2000-Mainframes der SE-Serie führte Fujitsu im Juni 2014 ein; sie vereinen x86- und 390-Architekturen und lösen die S- und SQ-Modelle ab. Den Anfang machten die Modelle SE300, SE500 und SE700; die beiden neuen Mainframes ergänzen nun deren Nachfolgemodelle SE700B, SE500B and SE300B, die aber weiter erhältlich sind.

Wie ihre Vorgänger verfügen die beiden neuen Mainframes über x86-basierte Application-Units (AUs) für den Betrieb unter Linux, Windows oder VMware sowie gemeinsam nutzbare Band- und Plattenperipherie. Außerdem bieten sie eine schnelle Server-interne Infrastruktur zum Verbinden der Komponenten untereinander und der Systeme ins Kunden-SAN.

Beide Modelle laufen unter dem Mainframe-Betriebssystem BS2000/OSD (Open Server Dimension). Das Modell SE710 verfügt darüber hinaus über /390-basierte Server-Units für BS2000- und VM2000-Workloads, die SE310 bietet stattdessen x86-basierte Server-Units (SUs) für BS2000-, Linux- oder Windows-Gastsysteme.

Ein Merkmal der jüngsten Mainframe-Generation sind die neu gestalteten Standard-Racks mit zwei Metern Höhe (42U), die mehr Raum für zusätzliche SE-Komponenten bieten. Sowohl BS2000 SE310 als auch SE710 können unterschiedliche Anwendungseinheiten, Peripheriegeräte und Netzwerkinfrastrukturkomponenten aufnehmen. So konzipierte Infrastrukturen eignen sich nicht nur für den Einsatz klassischer BS2000-Mainframeanwendungen, sondern bieten darüber hinaus virtuelle Serversysteme für Kundenanwendungen unter Linux oder Windows.

Die SE-Software in der Version 6.3 unterstützt – optional über ein Browser-basiertes Interface – Monitoring und Verwaltung des Systeme; hierüber lassen sich ebenfalls kundenspezifische Anwendungen (re-)installieren. Darüber hinaus gibt es als Service einen System Health Check, der frühzeitig potenzielle Störfaktoren identifiziert und Empfehlungen zur Behebung gibt. Im November soll die neue Middleware openUTM V7.0 auf den Markt kommen; die neue Version soll die Konnektivität des Transaktionsmonitors dank optimierter HTTP-Protokollverarbeitung erheblich erweitern. (Berthold Wesseler) / (fo)