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Barrierefreie Dokumente beim BSI

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) steht mit der Migration seiner rund 500 PC-Arbeitsplätze auf eine Betriebssystem übergreifende Office-Suite kurz vor dem Abschluss. Rund 90 Prozent der Anwender arbeiten inzwischen mit StarOffice – etwa zu je gleichen Teilen unter Windows XP und Linux (Debian). Die Bonner Behörde hatte sich im Rahmen ihrer Open-Source-Strategie für einen Umstieg auf ODF als internes, plattformübergreifendes Dokumentenformat entschieden. Die externe Kommunikation erfolgt über PDF-Dokumente. Daher standen nur OpenOffice sowie Suns kommerzielles Pendant StarOffice zur Wahl. Letzteres erhielt in der Version 8 wegen der optionalen Support-Möglichkeiten den Zuschlag.

Für die Umstellung der hausinternen Dokumentenvorlagen zog man mit der Leverkusener SCAI GmbH einen externen Migrationsspezialisten hinzu. Durch die enge Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts überarbeitete man den PDF-Exportfilter so, dass sich damit jetzt einfach via "Exportieren als PDF" barrierefreie PDF-Dokumente erstellen lassen. Somit können die BSI-Mitarbeiter dem seit 2002 bestehenden Rechtsanspruch blinder und sehbehinderter Menschen auf barrierefreie Kommunikation mit Behörden gerecht werden. Die dazu erfolgten Änderungen flossen inzwischen auch in die OpenOffice-Entwicklung zurück und werden im für nächste Woche erwarteten OpenOffice 2.4.1rc1 bereits enthalten sein. (avr)