Bis zu vier Petabyte Flash-Speicher: IBM präsentiert neue Storage-Systeme

IBMs neue Storage-Server bieten schnelle Speicherkapazität satt. Hinzu kommt: Sie integrieren ebenfalls vorhandene Systeme anderer Anbieter.

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(Bild: IBM)

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Mit seinen neuen Storage-Systemen namens FlashSystem 7200, 9200 und 9200R will IBM das Zusammenspiel unterschiedlicher Speichermedien – Tape, Disk, Flash und Memory – von verschiedenen Herstellern adressieren. Die Server basieren auf der gemeinsamen Speichersoftwareplattform Spectrum Virtualize, die alle Bereitstellungstypen (Bare-Metal-, virtualisierte, Container- und Hybrid-Multicloud-Speicher) abdeckt und außerdem beim Kunden bereits vorhandene Storage-Systeme integriert – unabhängig vom Anbieter, laut Hersteller werden 500 unterschiedliche Produkte unterstützt.

Die neue FlashSystem-Familie basiert auf FlashCore-Modulen (FCMs). Sie bieten eine nutzbare Kapazität von 38,4 TByte und sind doppelt so groß wie das bisher größte Modul. Hinzu kommen eine Datenkomprimierung und eine FIPS-140-2-zertifizierte Data-at-Rest-Verschlüsselung. Mit diesen neuen FCMs stellt IBM bis zu vier PByte Daten in zwei Höheneinheiten zur Verfügung. Darüber hinaus offeriert IBM die neuen FCMs auch als Upgrades für die frühere Flash-Array-Generation: Die Systeme FlashSystem 9100, Storwize V5100 und V7000 Gen3 lassen sich mit ihnen ausstatten.

Das FlashSystem 7200 bietet End-to-End-NVMe- und Hybrid-Multicloud-Funktionen in einem System, das für Enterprise-Bereitstellungen mittlerer Reichweite konzipiert ist. Das Modell unterstützt sowohl Scale-up mit Erweiterungsgehäusen als auch Scale-out mit bis zu 4-Wege-Clustering und bietet eine um 24 Prozent höhere Leistung als der Storwize V7000 Gen3 mit maximal 8 Mio. IOPS mit 55 Prozent mehr Durchsatz (maximal 128 GB/s).

Beim FlashSystem 9200 erhalten Kunden End-to-End-NVMe in einem System – und die derzeit höchste Leistung im IBM-Storage-Portfolio: 20 Prozent bessere Performance als das FlashSystem 9100 mit maximal 18 Mio. IOPS und 180 GB/s pro 4-Wege-Cluster. Die beidem Modelle 7200 und 9200 bieten laut Hersteller eine Latenz von nur 70 μs – doppelt so schnell und zu einem niedrigeren Listenpreis als bei Storwize.

Das FlashSystem 9200R ist für Nutzer gedacht, die ein von IBM erstelltes, getestetes und vollständig konfiguriertes Speichersystem benötigen. Der Anbieter liefert es nach firmenspezifischer Installation und Konfiguration fertig zusammengebaut.

Genaue Angaben zu den Preisen macht IBM noch nicht. Die Systeme sollen beim Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch deutlich günstiger als ihre Vorgänger sein. Bei IBM finden sich alle Informationen zu den neuen Systemen. Gleichzeitig hat IBM angekündigt, dass die Storwize-Familie im FlashSystem-Portfolio aufgeht. Die Systeme Storwize V5000 und V7000 sind bis Ende 2020 weiterhin erhältlich, den Support-Zeitraum will IBM außerdem erweitern. (Berthold Wesseler) / (fo)