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Bitkom: "Frauen haben in der IT gute Chancen"

In Deutschland richten sich von insgesamt 1600 IT-nahen Studiengängen nur sechs speziell und ausschließlich an Frauen, moniert der Lobbyverband Bitkom anlässlich des morgigen Girls' Day.

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Weniger als ein Viertel der Informatik-Erstsemester sind Frauen.

(Bild: Bitkom/Zahlen: Destatis)

Nach Ansicht des ITK-Branchenverbands Bitkom sollten sich wegen des Fachkräftemangels mehr Frauen für einen Studiengang in den sogenannten MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) entscheiden. Frauenstudiengänge gebe es jedoch nur an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der Hochschule Bremen, der Hochschule Furtwangen, der Jade-Hochschule Wilhelmshaven, der Fachhochschule Stralsund sowie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Der Bitkom würdigt sie ausführlich in der Broschüre "MINT-Frauenstudiengänge in Deutschland".

Laut Bitkom senken Frauenstudiengänge die Einstiegshürden für Frauen in die IT, indem beispielsweise Pflichtveranstaltungen auf Öffnungszeiten von Kindertagesstätten abgestimmt werden. Das erhöhe die Chancengleichheit und stelle wieder die fachlichen Fähigkeiten ins Zentrum. Der Anteil weiblicher Erstsemester im Informatikstudium lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2014 bei rund 22 Prozent. Nach Ansicht des Bitkom ist hier eine Steigerung angesichts einer seit Jahren fast konstanten Zahl von rund 40.000 offenen Stellen für IT-Spezialisten in der deutschen Wirtschaft dringend erforderlich. Um dieses Ziel zu erreichen, engagiere sich der Verband unter anderem mit der Initiative "erlebe IT" dafür, mehr Schüler und vor allem mehr Mädchen für ein Informatik-Studium zu begeistern. (un)