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BlackBerry kündigt neue Version seiner Enterprise Mobility Suite an

EMM und MDM waren gestern. Heute gilt es laut BlackBerry das Enterprise of Things zu managen, von mobilen Geräten und Wearables bis zu den geschäftlichen Daten auf privaten PCs und Macs. Eine neue Version des BlackBerry UEM bringt Detailverbesserungen.

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BlackBerry kündigt neue Version seiner Enterprise Mobility Suite an

Das früher als BES12 (BlackBerry Enterprise Server) bekannte Produkt heißt nach der Integration weiterer Komponenten mittlerweile BlackBerry UEM und wird im kommenden Monat als Version 12.7 erscheinen.

BlackBerry UEM managt verschiedenste Plattformen wie Android, iOS, KNOX, macOS oder Windows 10, mit unterschiedlichen Einsatzmodellen wie BYOD oder COBO (Company owned, Business only) und kann auf eigenen Servern betrieben oder aus der Cloud bezogen werden. Mit der neuen Version kommen zahlreiche Verbesserungen:

  1. UEM verwaltet und sichert nur die mobile Anwendungen aus Office 365 Word Mobile, Excel Mobile und PowerPoint Mobile.
  2. Nutzer von BlackBerry Access (ehemals Good Access), einem sicheren Browser zur Verbindung mit dem Intranet, können nun auch von privaten PCs oder Macs aus Dateien im Intranet des Unternehmens betrachten, ohne dass diese im lokalen Dateisystem exponiert werden.
  3. BlackBerry Workspaces (ehemals Watchdox), eine Lösung zur sicheren Synchronisation von Dateien, integriert Docusign zur Unterstützung von Workflows, die eine eigenhändige Unterschrift erfordern. Workspaces unterstützt nun In-line-Kommentare, @Erwähnungen und Warnungen.
  4. BlackBerry Analytics misst Apps die mit dem BlackBerry Dynamics SDK entwickelt wurden (ehemals Good Dynamics). Künftig stehen Statistiken zur Anzahl der täglichen und monatlichen Nutzer, der Anzahl der täglichen Aufrufe sowie des verwendeten Betriebssystems zur Verfügung. Auch innerhalb der Apps lässt sich ermitteln, welche Features genutzt wurden.
  5. Das Management von Wearables wurde um Smart Glasses erweitert. Beispielhaft nennt BlackBerry Produkte von Ubimax und Atheer.

Billy Ho, der bei BlackBerry für die Enterprise Software verantwortliche Executive Vice President, stellt fest, dass der massive Anstieg von Geräten und Kundenanwendungen es zunehmend schwierig für Unternehmen macht, die Balance zwischen Informationssicherheit und -richtlinien sowie Produktivität und Konnektivität zu wahren. Und er benennt eine der größten Herausforderungen in der IT – die Mitarbeiter zur Nutzung der Unternehmensanwendungen zu bewegen.

Gartner zählt vier führende EMM-Anbieter in seinem 2017er Report "Magic Quadrant for Enterprise Mobility Management Suites" auf: BlackBerry, IBM (MaaS360), MobileIron und VMware (AirWatch). Der Report ist bei allen vier Herstellern nach Registrierung herunterzuladen. Gartner bewertet dabei fünf Kerntechnologien: neben MDM, MAM und MCM (Mobile Device/Application/Content Management) zählen dazu Mobile Identity und Containment, das Abschotten von geschäftlichen Daten und Applikationen. Dies betrifft alle von Mitarbeitern genutzten Geräte, seien sie vom Unternehmen gestellt oder privat angeschafft. Die Hersteller sprechen deshalb mittlerweile von UEM (Universal Endpoint Management). (vowe)