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Blacklistings von Betroffenen meist akzeptiert

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E-Mail-Blacklists: Abfragen, Neueinträge, Austragungen (3 Bilder)

Die Spam-Seuche grassiert wieder

Abfrage-Häufigkeit bei der iX-Blacklist im Jahresrückblick: Der Rückgang des Spam-Datenverkehrs "nach McColo" Mitte November 2008 ist ausgebügelt. (Bild: Dr. Bülow & Masiak GmbH)

Wer zum Versenden von E-Mails einen Server nutzt, dessen IP-Adresse auf einer populären Blacklist steht, bekommt das schnell zu spüren. Viele potenzielle Empfängersysteme sind so konfiguriert, dass sie dessen E-Mails gar nicht erst annehmen. Die Blacklist der iX-Redaktion beantwortet täglich mehrere 100 Millionen deshalb per DNS gestellter Anfragen und beanstandet über die Hälfte der abgefragten Adressen. Nur einige Dutzend Betroffene pro Tag beschweren sich darüber – die weitaus meisten geben aber auch an, etwas gegen den Missbrauch ihrer Systeme unternommen zu haben.

Jeder, der von einer Eintragung beeinträchtigt ist, kann "seine" IP-Adresse ohne Weiteres per E-Mail oder Web-Formular löschen lassen. Die iX hat für ihre aktuelle Ausgabe einige hundert solcher Rückmeldungen ausgewertet. In der überwiegenden Zahl der Fälle (55 Prozent) glaubten die Betroffenen die Ursachen der Blacklist-Eintragung zu kennen und berichteten von geeigneten Gegenmaßnahmen. Ein Viertel schien mit der Lage allerdings überfordert zu sein, das restliche Fünftel nutzte die Austragungsfunktion ohne Angabe von Gründen.

Weitere Details der Auswertung finden sich in der iX 6/2009 im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder per Onlinebestellung (innerhalb Deutschlands versandkostenfrei). Auch Anfang Juli auf der Mailserver-Konferenz in Berlin wird die iX von ihrem Anti-Spam-Projekt berichten. (un)