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Blockchain: Dem Marketing-Hype auf die Finger geschaut

Die Blockchain gehört derzeit zu den beliebtesten Heilsbringern in der Profi-IT. Aber die Definition zeigt: Bei vielen Produkten handelt es sich nicht um eine.

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Glaubt man den aktuellen Ankündigungen vieler Firmen im Profi-IT-Bereich, muss die Blockchain in wenigen Jahren wenigstens alles absichern. Der Blick auf die tatsächlich im Einsatz befindlichen Implementierungen ernüchtert hingegen schnell. Reinhard Wobst erklärt in der September-iX, woran das liegt.

In vielen Fällen verstehen Marketingexperten und Manager den Grundgedanken der Blockchain schlicht nicht. Es handelt sich um ein Konzept, das eine Folge von Datenblöcken gegen unbemerkten Betrug – wie Änderungen oder Regelverstöße – schützen soll, ohne eine zentrale, vertrauenswürdige Instanz zu benötigen.

Entscheidend ist hier also nicht alleine der Schutz, sondern vor allem der Wegfall einer zentralen Autorität – ohne die alle Nutzer dennoch die Korrektheit der Daten überprüfen können. Prinzipiell lassen sich Änderungen in Daten hingegen schon lange erkennen, zum Beispiel mit einer Hashkette. Bei ihr muss im Gegensatz zur Blockchain allerdings eine zentrale Autorität die neuen und korrekten Hashwerte publizieren.

Um eine zentrale Autorität nicht mehr zu benötigen, existieren zwei Ansätze: Proof of Work und Proof of Stake. Ersterer kommt zum Beispiel bei Bitcoin mit Mining-Rechnern zum Einsatz; ein wichtiger Nachteil ist der hohe Energiehunger. Proof of Stake versucht, ohne diesen auszukommen – tut sich aber schwerer, dasselbe Sicherheitsniveau zu erreichen.

Eine ausführliche Definition der Blockchain sowie viele Beispiele aus dem Bereich der Kryptowährungen finden Interessierte im Artikel.

Siehe dazu auch:

(fo)