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Britische Regierung schreibt ODF 1.2 als Datenformat vor

Für den Austausch von Dokumenten hat die Regierung des Vereinigten Königreichs die zukünftig einzusetzenden offenen Formate festgelegt.

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Im Rahmen einer Transparenz-Offensive hat die Britische Regierung jetzt einen Satz offener Standardformate für den Austausch von offiziellen Dokumenten festgelegt. Darüber sollen Bürger, Geschäftsleute und Organisationen ohne spezielle Software mit Behörden zusammenarbeiten können. Neben besserer Transparenz erhofft sich die Regierung von ihrer digitalen Agenda Einsparungen von 1,2 Milliarden Pfund (1,5 Milliarden Euro).

1993 als "SGML Open" gegründet wacht das herstellerübergreifende Konsortium seit 1998 unter dem Namen OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) nicht nur über ODF sondern über viele IT-Standards.

(Bild: OASIS )

Zum reinen Anzeigen von Regierungsdokumenten dürfen britische Behörden zukünftig nur noch PDF/A (PDF/A-1 und PDF/A-2) oder HTML5 einsetzen. Als Format für editierbare Dokumente schreibt die Verwaltung künftig das von der OASIS neben diversen IT-Standards überwachte Open Document Format (ODF) in der Version 1.2 vor. Das von der Document Foundation – seit 2012 selbst OASIS-Mitglied – federführend vorangetriebene freie Büropaket LibreOffice bietet eine ODF-Referenzimplementierung und beherrscht darüber hinaus unter anderem auch PDF/A.

Die beschlossenen offenen Standards gelten ab sofort für alle neuen Beschaffungsvorgänge. Der Entscheidung vorausgegangen waren zunächst öffentliche Überlegungen sowie ein intensiver Austausch mit Anwendern und Standardisierungsgremien. Der "Gouvernment Digital Service" erarbeitet derzeit Leitlinien und Pläne dafür, wie die neuen Austauschformate umgesetzt werden sollen. (avr)