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Bürokommunikation jenseits von Microsoft und Google

Google und Microsoft rühren für ihre proprietären Plattformen Hangout respektive Skype die Werbetrommel als Chat-Umgebungen in Enterprise-Umgebungen. Dank des offenen XMP-Protokolls gibt es aber ernst zu nehmende freie Alternativen.

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Das freie Pidgin ist ein typischer Multi-Protokoll-Client.

Nicht nur mit Hangout von Google oder Skype von Microsoft lässt es sich in Unternehmen chatten. Das offene XMPP (Extensible Messaging and Presence Protocol, früher Jabber) eignet sich genauso und bietet für den professionellen Einsatz sogar Vorteile. So lässt sich das Netzwerk lokal im eigenen Rechenzentrum aufsetzen, ein zentraler Server extra beim Anbieter ist nicht nötig. iX hat für seine aktuelle Ausgabe 1/2015 13 der dazugehörigen Clients auf ihre Tauglichkeit für die professionelle Nutzung im Büro hin untersucht.

Unternehmen, die eine eigene Chat-Infrastruktur unabhängig von großen Konzernen aufbauen wollen, sind mit XMPP gut beraten. Es dient in erster Linie der Kommunikation zwischen zwei oder mehr Nutzern per Chat und macht die interne Bürokommunikation durch SASL- und TLS-Verschlüsselung besonders sicher. Für das Verschicken von Dokumenten und für Videotelefonie benötigt man allerdings weitere Plug-ins.

Wem die Commandline reicht, der ist mit MCabber gut beraten.

Auf den professionellen Einsatz im Büro sind alle XMPP-Clients vorbereitet. Wer Nutzer versorgt, die viele Netzwerke verwenden, sollte sich den Aufwand mehrerer Clients sparen und zu einer Multi-Protokoll-Software wie dem freien Pidgin greifen. Auch ist es ratsam, schon vor dem Einsatz zu überlegen, ob man häufig Dokumente versendet und Videotelefonie nutzt. Für den reinen Austausch von Textnachrichten reicht ein simples Programm aus. So sollten Interessenten, die keinen Wert auf eine grafische Bedienung legen, einen Blick auf MCabber werfen, das Chats und Nachrichten übersichtlich verwaltet. (avr)