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Bund fördert Open-Source-Projekte

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Mit der vergangene Woche aufgehobenen Haushaltssperre für das IT-Investitionsprogramm tun sich für Projekte rund um Open-Source-Software (OSS) neue Töpfe auf: 20 Millionen Euro will der Bund bis Ende 2010 in OSS investieren. Diese verteilen sich je zur Hälfte auf konkrete, (teilweise schon beantragte) OSS-basierte Software-Projekte (Maßnahmeblock D5) der gesamten Bundesverwaltung sowie den Ausbau des OSS-Kompetenzzentrums (Maßnahmeblock B1). Letzteres soll sicherstellen, dass die auch andere Bundesbehörden die im Auftrag des Bundes entstandenen Lösungen kostenlos nutzen können und so mittelfristig zu einer Reduzierung der IT-Kosten beitragen.

Der unter der Ägide der Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) stattfindende Ausbau soll dreigeteilt erfolgen: Als erstes bekommt das Kompetenzzentrum mehr Personal, damit es dem erwarteten Mehrbedarf an Beratungsdienstleistungen gerecht werden kann. Darüber hinaus können interessierte Behörden Beratungsdienstleistungen auch bei externen Anbietern einkaufen. Im zweiten Teil soll das Online-Angebot des Kompetenzzentrums zu einer zentralen Open-Source-Anlaufstelle für Behörden überarbeitet und erweitert werden.

Für den dritten Teil entsteht unter der gemeinsamen Regie von Auswärtigem Amt und BSI die Zusammenstellung einer speziell für den Behördeneinsatz optimierten OSS-Distribution. Diese wird bei der Auswahl der OSS-Produkte besonders auf die Einhaltung behördenspezifischer Anforderungen, beispielsweise in Sachen Sicherheit, achten.

Wer sich persönlich informieren möchte, kann dies bis einschließlich Samsatag, 27. Juni, direkt auf dem LinuxTag tun. Auf dem Gemeinschaftsstand in Halle 7.2a, Stand 111 präsentieren mehrere Bundeseinrichtungen Ihre Open-Source-Aktivitäten. (avr)