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Bundesnetzagentur erwägt Maßnahmen gegen Trustcenter der Telekom

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Auf ihrer Webseite informiert die Bundesnetzagentur darüber, dass das Trustcenter der Telekom AG (Telesec) Teile seines Betriebs an einen anderen Ort verlegt habe, ohne die Behörde darüber zu unterrichten. Nach § 3 des Signaturgesetzes (PDF) (SigG) hätte sie rechtzeitig in die Umzugspläne eingeweiht und an der Planung beteiligt werden müssen.

Laut Bundesnetzagentur fand der Umzug bereits Mitte Juni statt, bisher lägen aber immer noch nicht sämtliche Unterlagen vor, die die Sicherheit des Betriebs am neuen Ort nachweisen. Nun erwäge man, Maßnahmen nach § 19 Abs. 2 und 3 des SigG einzuleiten. Das könnte im äußersten Fall bedeuten, dass Telesec den Betrieb ganz oder vorübergehend einstellen muss.

Nach Meinung der Telekom sind "die signaturrechtlichen Anforderungen weiterhin in vollem Umfang erfüllt". Das Unternehmen habe der Bundesnetzagentur die von dieser geforderten Unterlagen zur Verfügung gestellt.

Telesec gehört zu den sieben akkreditierten Trustcentern in Deutschland und besitzt damit ein Gütesiegel der Bundesnetzagentur. Die Firma stellt Zertifikate für qualifizierte Signaturen aus und ist verpflichtet, die zugrundeliegenden Daten 30 Jahre lang sicher zu verwahren und bereitzuhalten. Qualifizierte Signaturen sind unter anderem für das Unterschreiben elektronisch versandter Rechnungen erforderlich, damit der Empfänger den Vorsteuerabzug geltend machen kann. (ck)