Care-O-bot: eine neue Generation sympathischer Roboter

Als zuvorkommend, freundlich und sympathisch wie ein Gentleman charakterisieren die Entwickler des Care-O-bot ihren Serviceroboter, dessen vierte Generation jetzt fertig ist.

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Frau mit Care-O-bot

(Bild: Fraunhofer IPA)

Von
  • Kersten Auel

Seit gut zwanzig Jahren arbeitet das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) an der Entwicklung von Servicerobotern. Jetzt haben die Forscher zusammen mit dem Designstudio Phoenix Design und der Firma Schunk die vierte Gerneration des Care-O-bot fertiggestellt. Der neue Typ soll nicht nur agiler und modularer sein als seine Vorgänger, sondern auch charmanter.

So soll er nicht nur immer dezent Abstand halten, sondern kann dem Anwender auch über Gesten wie Nicken oder Kopfschütteln mitteilen, ob er etwas verstanden hat. Mikrofone zur Sprach-, Kameras zur Personen- und Gestenerkennung sowie ein LED-Ring im Torso und ein Laserpointer dienen dem Informationsaustausch.

Allzu menschlich wollten die Entwickler den Roboter allerdings nicht gestalten, da das ihrer Meinung nach zu hohe Erwartungen hinsichtlich seiner Fähigkeiten wecken könnte. Dafür ist der Care-O-bot aufgrund seines modularen Aufbaus sehr vielseitig einsetzbar. Als Helfer im Haushalt beispielsweise ist der Roboter mit patentierten Kugelgelenken ausgerüstet, sodass er sich bücken kann, ohne das Gleichgewicht zu verlieren – selbst, wenn er am ausgestreckten Arm etwas trägt. Diese Kugelgelenke sowie Arme und Sensoren sind optional. Beispielsweise könnte man den maschinellen Helfer auch lediglich zum Servieren von Getränken einsetzen. Dafür könnte man eine Hand durch ein Tablett ersetzen oder – ganz reduziert – nur die mobile Basis als Servierwagen nutzen.

Durch die Anpassung an die jeweilige Aufgabe – denkbar ist eine breite Palette möglicher Einsatzgebiete vom mobilen Informationskiosk bis hin zum Übernehmen von Sicherheitsaufgaben – sowie günstig zu produzierende Blechfaltkonstruktionen für den inneren Aufbau sollen sich die Herstellungskosten erheblich reduzieren, was den Care-O-bot bereit für den Massenmarkt machen könnte. Wichtig dafür ist außerdem, dass er einfach zu bedienen ist, was der auf seinem Kopf befindliche Touchscreen gewährleisten soll. Außerdem ist sein Funktionsspektrum über offene Schnittstellen einfach erweiterbar. Die Forscher des IPA hoffen darauf, dass möglichst viele Wissenschaftler den Care-O-bot 4 nutzen und ihrerseits dazu beitragen, dass der Roboter weiter dazulernt. (ka)