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ChefConf 2018: Alles automatisieren

Auf der ChefConf 2018 stellte Chef seine neuen Dienste für eine weitere Automatisierung von DevOps-Prozessen vor. Auch mit anderen Konzernen wie HPE und Microsoft kooperiert das Unternehmen zunehmend.

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ChefConf 2018: Alles automatisieren

(Bild: Chef)

"Gib weniger Geld aus, mache schneller Gewinn und werde nicht gehackt," fasste Chefs CEO Barry Crist das aktuelle Anforderungsprofil an DevOps-Teams in seiner Keynote der ChefConf 2018 zusammen. Dieses Ziel sei ausschließlich durch eine "Continuous Automation" zu erreichen, Chefs Konzept der vollständigen Automatisierung des gesamten DevOps- und Operations-Prozesses.

Dabei trennt das Unternehmen das Verwalten von Applikationen strikt vom Infrastrukturmanagement. Hierzu definieren Entwickler die Anforderungen ihrer Software in den Bereichen Runtime, Datenbanken, Compliance, Sicherheit, Skalierung, und Leistung in einem Habitat Plan. Diese setzt Chefs kommerzielle Automate Platform um, das InSpec-Compliance-Modul soll sie ferner kontinuierlich überprüfen.

Die wichtigsten Ankündigungen zielten dann auch darauf ab, es dem Kunden zu vereinfachen, seine Lücken der Automatisierung zu schließen. Automate 2.0 hat Chef von Grund auf neu entwickelt, mit einer modularen, auf Microservices basierenden Architektur. Die einzelnen Microservices stellen ihre Funktionen durch eine REST API der Außenwelt bereit. Hinzu kommt eine gemeinsame Datenbank für Automate und InSpec.

Die Integration zwischen Automate, InSpec und Habitat erlaubt nun das automatische Beheben von Problemen, die ein InSpec-Compliance-Scan erkannt hat. Letztere lassen sich in AWS, Azure, und GCP über deren REST APIs durchführen. Dank der Filter lassen sich auch neu erstellte Cloud-Ressourcen erfassen und überprüfen. Chef gab ferner die Unterstützung von Ciscos IOS-Netzwerk-Policies bekannt, ebenfalls ohne Client via REST API. Zudem erhält Automate nun Patches und Updates direkt von Chefs eigenem Habitat-Server.

Auch die Beta seiner Workstation zeigte Chef; ein CLI-Werkzeug, mit dem Entwickler schnell Chef-Ressourcen, -Rezepte, und -Kochbücher vom eigenen Rechner auf einem oder mehreren Servern und ohne das Installieren eines Chef-Servers ausführen können. Damit eignet sich Workstation auch zum einfachen Ausprobieren der Chef-Automatisierung, mit der Hoffnung des Unternehmens auf neue zahlende Kunden für Automate 2.0.

Während der Keynote präsentierten Chef und Microsoft eine gemeinsame Live-Demo der neuen Unterstützung der Azure Kubernetes Services (AKS) durch Habitat. Statt auf dem lokalen Kubernetes-Cluster lief eine Applikation auf AKS, mit der gleichen Transparenz und den gleichen Optionen in Sachen Compliance und Event Reporting. Dies war bisher den Amazon Container Services und der lokalen Installation vorbehalten. Hinzu kommt, dass Nutzer den Habitat Builder künftig auch im eigenen Rechenzentrum betreiben können.

Chefs Automate Platform arbeitet nun auch mit HPEs Synergy und OneView zusammen. Alle Anforderungen kann der Nutzer über REST APIs an die Composable Infrastructure weitergeben – genauso wie an andere Umgebungen wie AWS, Azure oder GCP.

Die ServiceNow-Integration öffnet automatisch Tickets als Resultat von Compliance Scans oder Chef-Server Events und erlaubt zusätzlich das automatische Update der ServiceNow CMDB, wenn zum Beispiel ein Scan neu provisionierte EC2-Server-Instanzen entdeckt hat.

Zudem können Nutzer ihre Operations-Daten mit Chefs Automate Platform und Splunks ML- und KI-Funktionen kombinieren. So sollen sie Splunk-Applikationen erhalten, die Probleme frühzeitig erkennen und zum Beheben dieser Automate-Kochbücher aufrufen können. (Jens-Henrik Söldner, Torsten Volk) / (fo)