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Chemnitzer Hochleistungs-Linux-Cluster in Betrieb

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Mit 2152 Prozessoren, verteilt auf 538 Serverknoten, ist am 7. Februar der massiv-parallele Linux-Cluster in Chemnitz (CHiC) in Betrieb gegangen. Zum Einsatz kommen AMDs Opteron-CPUs der neuen Generation Revision F, die DDR2-RAM und AMDs Virtualisierungstechnik "Secure Virtual Machine" (SVM) unterstützen. Als Verbindungsnetzwerk der Knoten, die mit Serverboards von IBM ausgestattet sind, dient Infiniband.

Ingesamt hat die TU Chemnitz in das CHiC 2,64 Millionen Euro investiert. Hinzu kommen 1,7 Millionen Euro für Baumaßnahmen und Klimatechnik. Im Endausbau sollen 18 wassergekühlte Racks im Maschinenraum Platz finden. Als Massenspeicher dienen 60 Terabyte Plattenspeicher von Megware Computer, Chemnitz, und Partner Xiranet Communications Dresden. Für die grafische Datenverarbeitung sind 12 der Knoten mit zusätzlicher Grafikhardware ausgestattet.

Als Cluster-Dateisystem dient Lustre, eine Open-Source-Entwicklung. Das CHiC läuft unter Scientific Linux 4.3, einer Portierung auf Basis von Red Hat Enterprise Linux 4.

Mit der aggregierten Spitzenleistung von 11 Teraflop/s dürfte das CHiC in der nächsten Top500-Liste unter den ersten 100 auftauchen. Es könnte sich unter den weltweit schnellsten Supercomputern hinter dem Opteron-Cluster im Scientific Supercomputing Center Karlsruhe einreihen, das mit 15,6 Teraflop/s (peak) Platz 50 einnimmt. (rh)