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Chrome-Beta 21 integriert Kamera und Mikrofon

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Die Chrome-Entwickler haben in der jetzt veröffentlichten Beta-Version 21 erstmals Teile von WebRTC (Web Real Time Communication) integriert. Damit können Web-Anwendungen nach Zustimmung des Anwenders auf die Kamera und das Mikrofon des Rechners zugreifen.

Dreh- und Angelpunkt dieser API, an deren Standardisierung das W3C noch arbeitet, ist die Methode getUserMedia des navigator-Objekts. Sie erwartet einen Parameter, der Kamera oder Mikrofon auswählt, sowie zwei Callback-Funktionen. Sie werden aufgerufen, wenn der Anwender der Nutzung von Kamera beziehungsweise Mikrofon zustimmt oder sie ablehnt.

Audio- und Videodaten lassen sich im Zusammenspiel mit den HTML-5-Objekten audio und video aufzeichnen. Dabei lassen sich CSS3-Filter einsetzen, um das von der Kamera aufgenommene Bild zu drehen, den Kontrast zu ändern oder andere Modifizierungen vorzunehmen.

An der Umsetzung dieser Vorgaben arbeiten laut HTML5Rocks alle Browser-Hersteller. Chrome bot bereits seit Version 18 eine getUserMedia-Implementierung, die man jedoch manuell in der about:flags-Seite anschalten musste.

Neu ist ebenfalls eine JavaScript-API für Gamepads, deren Standardisierung ebenfalls noch nicht abgeschlossen ist. Diese Geräte dienen nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Fernsteuern von Präsentationen. Details über den Stand der API-Implementierung haben die Entwickler noch nicht verraten. Die Beta-Version von Chrome 21 steht für Linux, Mac OS X und Windows zum Download bereit.

Gleichzeitig mit der Beta 21 ist die Entwicklerversion von Chrome 22 erschienen. Sie läuft nicht mehr mit Mac OS X vor Version 10.6 (Snow Leopard). (ck)