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Cisco: Mobiler Markt wächst weltweit unerbittlich

Bis zum Jahr 2020 sollen Smartphones und smarte Geräte die Welt dominieren. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest Cisco-Analysten in einer Prognose zu Traffic und Netzwerken.

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Der mobile Markt wird bis 2020 weiterhin massiv zulegen. Davon geht Cisco auf Basis einer Vorhersage der nächsten vier Jahre aus. So soll sich der Traffic im Vergleich zum Jahr 2010 verhundertzwanzigfachen. 2015 betrug das weltweite Volumen pro Monat 3,7 Exabyte, 2020 soll es schon bei 30,6 Exabyte liegen. So könnte jeder Mensch für ein Jahr lang pro Tag zum Beispiel auf 28 Bilder zugreifen oder 2,5 Videoclips ansehen. Letztere sollen in vier Jahren außerdem 75 Prozent des Traffic ausmachen.

Verantwortlich für einen Großteil der Entwicklung sind Smartphones; so geht Cisco davon aus, dass mobiler Traffic doppelt so schnell wachsen werde wie der für statische IP-Adressen. Mit 5,5 Milliarden Nutzern legt auch die Anzahl der Gerät noch einmal deutlich zu, 70 Prozent der Weltbevölkerung werden sich so mit dem Internet verbinden. Und während smarte Geräte 2015 noch einen Anteil von 36 Prozent einnahmen, sollen es 2020 bereits 72 Prozent sein – die 98 Prozent des Traffic ausmachen sollen. 81 Prozent dessen geht auf die Kappe der Smartphones.

Cisco sagt den mobilen Markt 2020 voraus (3 Bilder)

Konsum: Videoclips nehmen einen Großteil des Traffic ein, bis 2020 wächst der Anteil sogar noch. (Bild: Cisco)

Bei der Netzwerktechnik sei 4G der Gewinner, 2020 würden dies 40,5 Prozent der Verbindungen verwenden und 72 Prozent des Traffics ausmachen. Gute Nachrichten gibt es ebenfalls für Hersteller von Wearables und anderer smarter Geräte, die Anzahl der M2M-Verbindungen (Machine to Machine) soll in vier Jahren 26,4 Prozent der mobilen Geräte erreichen – 2015 lag die Quote noch bei 7,7 Prozent. Beim Traffic halten sie sich jedoch zurück und begnügen sich mit 6,7 Prozent.

Cisco gibt außerdem an, dass das Wachstum einige andere, zum Teil essentielle Dinge des menschlichen Leben hinter sich lasse. So hätten 2020 mehr Nutzer ein Handy, als Elektrizität, ein Bankkonto, fließend Wasser oder ein Auto. (fo)