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Cisco steigt aus: VCE wird EMC-Sparte

Cisco reduziert seinen Anteil am Hersteller integrierter IT-Infrastruktursysteme VCE auf zehn Prozent. Das nach Angaben der Beteiligten "erfolgreichste Joint-Venture der IT-Geschichte" ist damit praktisch beendet.

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EMC, Cisco und VCE haben angekündigt, dass VCE noch im laufenden Quartal zu einer EMC-Abteilung wird. Cisco reduziert seinen Anteil an VCE von 35 auf 10 Prozent. Zu den weiteren Investoren gehören VMware und Intel. Die vBlock-Produkte des Gemeinschaftsunternehmens basieren auf Netzwerk- und Serverausrüstung von Cisco, Speicher von EMC und Virtualisierungstechnik von VMware. Sie kommen in Rechenzentren als integrierte, vorkonfigurierte Systeme für die Cloud- und Virtualisierungsinfrastruktur zum Einsatz.

VCE liefert Komplettsysteme für Anbieter von Cloud- und Virtualisierungsdienstleistungen.

(Bild: VCE)

Laut Analysen der Marktforscher von IDC führt VCE den Markt integrierter Infrastruktursysteme an. Im Jahr 2013 lag VCEs Anteil an dem Vier-Milliarden-Dollar-Markt bei einem Viertel. Der Gesamtmarkt wuchs gegenüber dem Vorjahr fast auf das Doppelte, der Umsatz von VCE um 58 Prozent. Im zweiten Quartal 2014 verzeichnete VCE laut IDC 328,6 Mio. US-Dollar Umsatz – knapp 56 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, während der Gesamtmarkt noch um gut 59 Prozent wuchs. Nach Aussagen der Beteiligten handelt es sich damit um das "erfolgreichste Joint-Venture der IT-Geschichte". Warum Cisco gerade jetzt aussteigt, begründen sie jedoch recht vage: Ganz oben angekommen, sei es Zeit für einen Wechsel. (un)