Menü
iX Magazin

Citrix Synergy 2017: XenServer 7.2 und XenDesktop 7.14

Neben seinem Ausblick auf den Arbeitsplatz der Zukunft hatte Citrix auf seiner diesjährigen Hausmesse Synergy auch technische Neuigkeiten zu seinen Produkten vorzuweisen – unter anderem für den Hypervisor XenServer.

von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 2 Beiträge
Citrix Synergy 2017: XenServer 7.2 und XenDesktop 7.14

(Bild: Citrix)

Auch wenn es um den XenServer in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist, zeigte Citrix, dass die Weiterentwicklung des Hypervisors nach wie vor eine wichtige Rolle spielt – selbst wenn sie nicht im Vordergrund der Unternehmensstrategie steht. Auf seiner Synergy demonstrierte der Hersteller unter anderem, dass XenServer 7.2 im Zusammenspiel mit der VDI-Suite XenDesktop in der neuen Version 7.14 eine nahtlose Sitzungsübernahme mit Microsofts Continuum bietet. So kann Windows automatisch vom Tablet- in den Desktop-Modus umschalten, wenn sich der Nutzer mit einer XenDesktop-Session verbindet. Die Funktion bleibt unabhängig vom eingesetzten Gerät.

Mit mehreren Spielen demonstrierte Citrix, was der Raspberry Pi als Thin Client kann.

(Bild: Jens-Henrik Söldner)

Weitere Arbeit steckte Citrix in sein hauseigenes Remote-Display-Protokoll HDX. Dessen Optimierungen zeigte der Hersteller anhand einer Demo, auf der 3D-Anwendungen über eine LTE-Verbindung auf einem Raspberry Pi als Thin Client liefen. Das Citrix HDX Ready Pi getaufte System bieten momentan die drei Partner NComputing, Stratodesk und ViewSonic an.

Ferner führt Citrix mit XenServer 7.2 als erster Hersteller die Unterstützung von AMDs MxGPU ein. Noch befindet sich die Funktion allerdings in einer experimentellen Phase. Grafikchips von Nvidia und Intel kann der Hypervisor schon länger virtuellen Desktops zuordnen. Neu ist ebenfalls eine Migration im laufenden Betrieb von virtuellen Maschinen inklusive 3D-Beschleunigung per Nvidia-GPU mit vGPU XenMotion.

Ab XenServer 7.2 stellt Citrix auf sein neues Konzept der Current Releases (CRs) um, das bei XenDesktop und XenApp bereits Verwendung findet und zu Versionsnummern wie XenDesktop 7.14 führt. Alle paar Monate ist mit einem neuen CR zu rechnen. Kunden, die einen Citrix Stack mit bis zu 10 Jahren Support betreiben möchten, können XenServer 7.1 einsetzen, das eine Long Term Service Release (LTSR) darstellt. Citrix legt seinen hauseigenen Hypervisor in jeder Edition von XenApp und XenDesktop kostenlos bei.

Einen Seitenhieb auf Konkurrent VMware konnte sich Citrix auf der Konferenz nicht verkneifen – Kunden sollen dank XenServer die "vTax", also die Lizenzkosten für VMwares vSphere vermeiden können. Zudem stellten die Anbieter Nutanix, Cisco und HPE XenServer-basierte HCI-Umgebungen vor, die nach ihren Angaben ebenfalls "vTax-free" sind. (Jens-Henrik Söldner, Torsten Volk) / (fo)

Zur Startseite