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Citrix Synergy: Arbeitsplatz der Zukunft aus der hybriden Cloud

Die üblichen Produktpräsentationen in der Keynote sparte sich Citrix auf der Synergy dieses Jahr. Stattdessen empfahl sich das Unternehmen als Partner für den Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft und will die Digitalisierung mit seiner Cloud vorantreiben.

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Citrix Synergy: Arbeitsplatz der Zukunft aus der hybriden Cloud

Für seinen Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft hatte Citrix bekannte Gastredner wie Colin Powell eingeladen.

(Bild: Citrix )

Citrix konnte auf seiner diesjährigen Hausmesse Synergy, die vom 23. bis 25. Mai in Orlando, Florida stattfand, einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Mehr als 5000 Teilnehmer kamen zur Konferenz, rund dieselbe Zahl verfolgte Vorträge via Livestream, die online nun kostenlos zur Verfügung stehen. Überraschenderweise stand der Hauptvortrag von CEO Kirill Tatarinov, der Anfang 2016 von Microsoft zu Citrix gewechselt ist, nicht im Zeichen der sonst üblichen Produktankündigungen. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Richtung und Ziele des Unternehmens.

Inhaltlich setzte der Hersteller dabei drei wesentliche Akzente: So sieht sich Citrix als Wegbereiter für den Arbeitsplatz der Zukunft und die Digitalisierung, auf Basis der technischen Implementierung von Konzepten und Ideen aus der Wirtschaftsinformatik wie sie im Buch "Die grenzenlose Unternehmung" bereits vor über 20 Jahren beschrieben wurden.

Kern des Arbeitsplatzes ist Citrix Workspace, der den Zugriff auf Anwendungen und Daten in einem Portal bündelt. Letzteres lässt sich per Workflows via Citrix Octoblu ("Integration of Everything") erweitern und geräteunabhängig bereitstellen. Konkurrent VMware geht mit Workspace ONE einen ähnlichen Weg, der aber nach Aussage mehrerer Industrieanalysten noch nicht den gleichen Reifegrad wie das Citrix-Pendant erreicht hat.

Durchaus nachvollziehbar nach den Sicherheitsvorfällen der jüngeren Vergangenheit stellte Citrix als zweiten Akzent der Keynote Aspekte zur Sicherheit als Schlüsselelement seiner Strategie heraus. Workspace soll kontextabhängig (z.B. Aufenthaltsort des Nutzers) den Zugriff auf Applikationen einschränken. Hier kommt unter anderem NetScaler zum Einsatz, der Funktionen zum Single Sign-on (SSO) und Application Delivery Controller (ADC) in einem Gerät vereint.

Dass der Anbieter seinen digitalen Arbeitsplatz als hybride Cloud auslegt, stellt den dritten Eckstein dar. Dabei versteht sich Citrix nicht als herkömmlicher IaaS- und PaaS-Provider, sondern stellt seine Produkte über die Cloud mit einem vereinfachten User Interface zur Verfügung. Kunden können den kompletten Citrix-Stack nach wie vor selbst im eigenem Rechenzentrum aufsetzen oder eine Mischform von Cloud und lokal bereitgestellten Diensten verwenden.

Beim Provider hat Citrix klare Präferenzen: Microsoft. Im Gespräch mit iX betonte Manager Manoj Raisinghani, dass neue Dienste zunächst auf Azure bereitgestellt werden, erst danach folgen die On-Premises-Versionen sowie andere Cloud-Plattformen.

Citrix will künftig alle zwei Wochen in der eigenen Cloud neue Versionen seiner Anwendungen als Cloud Releases für den Benutzer veröffentlichen, quartalsweise erscheinen sogenannte Current Releases zum Herunterladen, die die Funktionen der Cloud bündeln. Circa alle 18 Monate stellt der Hersteller Long Term Service Releases bereit. (Jens-Henrik Söldner, Torsten Volk) / (fo)