Menü
iX Magazin

Cloud Computing: Neue EC2-Instanz von Amazon

Big Data zur Miete verspricht ein neuer Typ Cloud-Rechner von Amazon. Mit D2-Instanzen sollen sich dank hohem Durchsatz und viel Hauptspeicher Daten im Terabyte-Bereich verarbeiten lassen.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 2 Beiträge
Amazon stellt neue AWS-Instanz D2 vor

Amazon bietet neue Cloud-Instanzen seiner Elastic Compute Cloud (EC2) für besonders hohe Speicheranforderungen an. Wie das Unternehmen in einem Blogeintrag mitteilt, lösen die D2 – für "dense storage" – genannten Instanzen die bisherigen HS1-Maschinen ab.

Das neue Angebot soll im Vergleich zum Vorgänger gesteigerte Speicherkapazität und Rechenleistung bieten sowie eine konstant hohe Übertragunsrate bei I/O-Operationen aufrechterhalten. Es richtet sich vor allem an Kunden, die große Datenmengen schnell verarbeiten wollen, etwa mit Data-Warehouse- oder Big-Data-Anwendungen. Mehrere D2-Instanzen lassen sich in logischen Gruppen (placement groups) zusammenstellen, was die Netzübertragung zwischen ihnen verbessern soll.

Schneller Speicher für Big Data

Als Hardwarebasis der virtuellen Maschinen dienen Haswell-Prozessoren von Intel (Xeon E5-2676 v3) mit einer Taktfrequenz ab 2,4 Gigahertz. Die kleinste der großen Cloud-Instanzen "d2.xlarge" ist mit vier virtuellen CPUs, 30 GByte Hauptspeicher und dreimal 2-TByte-Speicher ausgestattet und soll mit bis zu 437 MByte pro Sekunde vom Speichermedium lesen können. Bei einer Nutzung mit Linux als Betriebssystem im Rechenzentrum Frankfurt kostet diese Instanz 0,794 US-Dollar pro Stunde.

Die größte Instanz "d2.8xlarge" enthält 36 vCPUs, 244 GByte RAM, 24 mal 2-TByte-Speicher sowie 10 Gbps Netzanbindung und soll mit bis zu 3,5 GByte/Sekunde von der Festplatte lesen und mit bis zu 3,1 GByte/Sekunde schreiben können – was sich im Preis von 6,352 US-Dollar pro Stunde niederschlägt.

Cloud-Instanzen am Standort Deutschland

Amazon stellt die neuen D2-Instanzen ab sofort weltweit zur Verfügung, zur Auswahl steht unter anderem für Deutschland die Region Frankfurt. Dort hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr speziell für deutsche Kunden ein neues Rechenzentrum eröffnet. (tiw)