CoreOS stellt Container Linux ein, Fedora Core OS als Alternative

CoreOS, das 2018 von Red Hat gekaufte Container-Linux, hat – wie erwartet – sein eigenes Ende angekündigt. Ab 26. Mai 2020 wird es keine Updates mehr geben.

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Core OS stellt sein Container Linux ein, wie aus den Release Notes der aktuellen Alpha- und Betaversion hervorgeht. Anwender, die das Betriebssystem auch nach Ende Mai 2020 noch verwenden wollen, müssen komplett auf Updates, Patches und Security Fixes verzichten.

Als offizieller Nachfolger stehe, so Core OS in dem End-of-Life-Announcement, Fedora CoreOS zur Verfügung. Das aber könne noch nicht alle Einsatzgebiete abdecken, unter anderem funktioniert der native Support für Azure, Vagrant oder rkt noch nicht, außerdem warnen die Entwickler, die Stabilität erreiche nur "best-effort". Wer da höhere Ansprüche hat, solle den Core-OS-Fork Flatcar Container Linux oder RHEL CoreOS in Red Hat Openshift verwenden.

Die Core-OS-Entwickler raten Anwendern in den Ankündigungen "eindringlich, schnellstmöglichst auf ein anderes Betriebssystem umzusteigen" und haben dem Login Prompt und der Message of the day (motd) entsprechende Warnungen zum bevorstehenden End-of-Life hinzugefügt. Am 26. Mai gibt es die letzten Updates, nach dem 1. September werden "alle veröffentlichten Core-OS-Ressourcen gelöscht oder nicht mehr aktualisiert", die Server abgeschaltet und AWS- und andere Images entfernt; GitHub-Repositories werden Read-Only.

Core OS stammte ursprünglich von Gentoo Linux ab, eine erste stabile Version kam 2014 auf den Markt. Im Januar 2018 übernahm Linux-Distributor Red Hat das Unternehmen, um die eigene Container- und Kubernetes-Strategie zu unterstützen. Anfang 2020 erschien die erste stabile Version von Fedora CoreOS. (mfe)