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Datenspeicherung in Europa soll Cloud-Kontrolle verbessern

Laut der neu gegründeten Vereinigung Cispe für europäische Cloud-Anbieter sollen in Europa ausgelagerte Dienste und Dateien besseren Datenschutz bieten. Ein Verhaltenskodex verbietet das Abschöpfen und Verkaufen von Daten.

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(Bild: dpa, Tobias Hase)

Ausschließlich in Europa gespeicherte Online-Daten sollen nach dem Willen von Cloud-Anbietern für besseren Datenschutz sorgen. Das führe zu mehr Transparenz bei den rechtlichen Vorschriften, sagte Alban Schmutz, Vorsitzender der neu gegründeten Vereinigung Cloud Infrastructure Services Providers in Europe (Cispe), am Dienstag in Brüssel. Die Mitglieder verpflichten sich, die Datenspeicherung in Europa anzubieten. Rund zwei Dutzend Unternehmen aus elf Staaten haben sich zunächst zusammengeschlossen – nach eigener Aussage repräsentieren sie einen großen Teil des europäischen Marktes für Cloud-Infrastruktur.

Die Unternehmen bieten etwa Speicherplatz und Rechenleistung für Online-Dienste an, die wiederum von Endkunden genutzt werden. Der Cispe-Verhaltenskodex verbietet das Abschöpfen und Verkaufen von Daten. Das soll es Kunden einfacher machen, vertrauenswürdige Anbieter zu erkennen, etwa wenn sensible private Daten verarbeitet werden sollen. Die selbstauferlegten Regeln seien bereits auf die ab 2018 geltende Reform der EU-Datenschutzregeln abgestimmt, hieß es.

Der deutsche Anbieter 1&1 erklärte, für ihn gehe es um das Vertrauen in die Technologie. Kunden müssten wissen, welche Verantwortung ihr Anbieter habe. Cispe-Vorsitzender Schmutz betonte, dass die Unternehmen als Infrastruktur-Anbieter nur einen Teil des Systems abdeckten – Endkunden hätten zumeist mit den Software-Diensten zu tun. Deren Verhalten könne Cispe nicht kontrollieren, und die Gesetzgebung solle schärfer zwischen den beiden trennen. (dpa) / (fo)

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