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Datenweitergabe im Blick behalten

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Verfahren zur Datennutzungskontrolle in verteilten Systemen entwickelt die Forschungsgruppe "Zertifizierbare Vertrauenswürdige Informatiksysteme" (ZVI) an der Informatikfakultät des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), wie der Informationsdienst Wissenschaften (idw) berichtet. Es geht darum, vom Herausgeber festgelegte Regeln auf der Empfängerseite kontrollieren zu können. Verbietet der Eigentümer etwa, dass jemand seine Daten kopiert, hat er bis dato kaum eine Möglichkeit zu überprüfen, ob sich der Empfänger daran hält.

Die KIT-Wissenschaftler haben bereits die Basis einer Nutzungskontroll-Software für soziale Netzwerke entwickelt: Ob und inwieweit ein Nutzer persönliche Daten herunterladen oder per Screenshot festhalten kann, hängt davon ab, welchen Status – "Freund" oder "Bekannter" – er im Netzwerk des betreffenden Nutzers hat. Derzeit arbeitet die Forschungsgruppe daran, die Software, die auf dem Computer des Anwenders installiert sein muss, gegen unerwünschte Eingriffe zu schützen.

Die Weitergabe pesönlicher Daten bedarf einer detailierten Kontrolle.

(Bild: KIT: Gerd Altmann)

Relevant sind solche Verfahren für Bereiche wie die Verwaltung von Rechten an digitalen Inhalten etwa bei Filmen oder Musik (Digital Rights Management – DRM), die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen im Internet, Online-Shops, E-Mail-Services sowie soziale Netzwerke. In mehreren Projekten, gefördert unter anderem von der EU, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem "Google Research Award", entwickeln die Forscher um Alexander Pretschner die entsprechende Software. Dabei arbeitet die Forschungsgruppe auch mit dem Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft (ZAR) des KIT zusammen. (rh)