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Dell kündigt "Cloud"-Server mit Nehalem-Xeons an

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Dell XS-23 II: Vier separate Server in einem 2-HE-Chassis

(Bild: Dell)

Zwar taucht der Name Cisco in der Dell-Pressemitteilung nicht auf, doch die Intention ist klar: Wenige Tage vor der erwarteten Vorstellung der Xeon-5500-Prozessoren alias Nehalem-EP seitens Intel kündigt Dell mit dem XS-23 II einen dicht gepackten Rack-Server für Cloud-Computing-Dienstleister an. Ebenso wie bei dem in der letzten Woche von Cisco angekündigten Unified Computing System (UCS) geht es auch beim neuen Server für Dells Cloud Computing Solutions um hohe Packungsdichte im Server-Rack und viel Hauptspeicher pro System, also optimale Bedingungen für eine große Zahl virtueller Maschinen, die nach Bedarf an zahlende Kundschaft vermietet werden sollen.

Ein wesentliches Merkmal von Cloud-Servern ist auch hohe Energieeffizienz – insbesondere bei schwacher oder gar fehlender Auslastung, denn Cloud-Dienstleister brauchen möglichst flexible Kostenstrukturen. Solche Eigenschaften hebt Intel bei der kommenden Xeon-5500-Baureihe hervor, die wie die bereits eingeführten Desktop-PC-Prozessoren Core i7 zahlreiche Stromsparfunktionen kennen und statt mit den bisher von Intel bevorzugten Fully-Buffered-(FB-)DIMMs mit Registered DDR3-ECC-DIMMs arbeiten.

Dell XS-23 II: Von hinten sind vier Server-Einschübe und zwei Netzteile zu erkennen.

Die Bauweise des XS-23 II erinnert – wie ein Blog-Eintrag auf der Dell-Webseite hervorhebt – an die auf der CeBIT gezeigten Supermicro-Server: Vier Blade-Server-ähnliche Module stecken hier, anders als bei Blade-Servern, wo sie üblicherweise vertikal orientiert arbeiten, horizontal nebeneinander in einem Rack-Chassis, das zwei Höheneinheiten (2 HE) belegt. In ein 44-HE-Rack passen folglich 22 Chassis mit zusammen 88 Servern beziehungsweise 704 CPU-Kernen. Dank zwölf 3,5-Zoll-Einschüben pro 2-HE-Rack kann jeder einzelne Server mit drei Festplatten arbeiten, also ausreichend vielen für eine RAID 5; optional will Dell auch 2,5-Zoll-Disks anbieten, damit sind sechs Platten pro Server möglich.

Vor etwa einem Jahr hatte IBM mit den iDataPlex-Racks ebenfalls ein spezielles Server-System für besonders dicht gepackte Rechenzentren vorgestellt. (ciw)