E-Mail-Umgebung Mailpile als Beta freigegeben

In der Beta-Version können Interessierte bereits viele Funktionen der E-Mail-Umgebung Mailpile ausprobieren. Zentral ist die Integration von OpenPGP zum Verschlüsseln und Signieren von Nachrichten in das System.

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Von
  • Moritz Förster

Mit der Freigabe der Beta-Version nähert sich die freie E-Mail-Umgebung Mailpile ihrer Fertigstellung. Das Projekt zielt auf ein sicheres und verschlüsseltes Verschicken von Nachrichten ab, entsprechend ist die Integration von OpenPGP ein zentraler Bestandteil der Anwendung. Neben dem Signieren und Verschlüsseln lassen sich die zugehörigen Keys auch direkt verwalten. Das Installieren externer Werkzeuge oder Plugins entfällt.

Ausprobiert: In einer Demo lassen sich die Funktionen von Mailpile bereits vor dem Installieren testen.

(Bild: Mailpile)

Änderungen gab es beim Setup, das nun deutlich simpler gestaltet sein soll. Mailpile muss der Nutzer wie einen herkömmlichen E-Mail-Client lokal auf dem Rechner installieren, seine Nachrichten ruft er jedoch im Browser ab. Dabei unterstützt das Interface viele Programme und Auflösungen, wobei die Entwickler darauf hinweisen, dass es noch immer zu einzelnen Schwierigkeiten mit der Oberfläche kommen kann.

Seine E-Mails ruft man per IMAP vom Server ab. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser bei Google steht oder man ihn selbst betreibt – Ziel ist das Verschlüsseln der Nachrichten, bevor sie in Kontakt mit externen Dienstleistern kommen. Trotz Beta funktionieren alle grundlegenden Funktionen bereits, jedoch wollen die Entwickler noch eine Unterstützung für das Tor-Netzwerk integrieren. Zudem fehlen noch die Übersetzungen. Die Umgebung ist für Linux, Windows und Mac OS X verfügbar.

Mailpile geriet in seinen Anfängen mit PayPal aneinander: Nach einer Crowdfunding-Kampagne fror der Dienst die gesammelten Gelder ein und verlangte einen detaillierten Budgetplan. Jedoch gab PayPal die Mittel nach kritischen Berichten wieder frei. (fo)