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EU-Abgeordnete verlangen Ende der Roaming-Gebühren

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Bei kaum einem Thema sind sich die EU-Gremien so einig wie bei den Roaming-Gebühren für mobile Gespräche und Daten: Sie sollen, so jetzt auch der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments, möglichst bald verschwinden. Damit unterstützen die Abgeordneten die für die Digitale Agenda zuständige Kommissarin Neelie Kroes, die im Mai 2013 ihr Ziel verkündet hatte, Roaming-Gebühren in der EU abzuschaffen.

2015 solle mit den Aufschlägen Schluss sein, verlangte der Ausschuss in einer einstimmig angenommenen Entschließung. Sie würden nicht nur Kunden mit überhöhten Kosten belasten, sondern seien auch "ein Hemmnis für Wachstum und Wohlstand." Das gesamte EU-Parlament soll Anfang September über die Resolution abstimmen.

Seit 2000 beschäftigt sich die Europäische Union mit Roaming-Gebühren und setzte erstmals Mitte 2007 per Verordnung eine Senkung durch. Auch in den folgenden Jahren erzwang die EU regelmäßig niedrigere Roaming-Kosten. Seit Mitte 2012 gilt eine neue Verordnung, da die bisherigen Schritte keinen echten Wettbewerb gebracht hätten. Sie soll unter anderem virtuellen Roaming-Anbietern den Markt öffnen, bei denen Kunden mit ihrer heimatlichen SIM-Karte grenzüberschreitende Gespräche führen können. (ck)