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Eine Milliarde US-Dollar für Dells IoT-Zukunft

Insgesamt eine Milliarde US-Dollar will Dell in neue IoT-Angebote stecken. Dabei soll eine neue IoT Division die Produkte und Dienste des Konzerns bündeln und alle IoT-Wünsche der Kunden erfüllen können.

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iX Magazin
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Eine massive IoT-Initiative hat Dell angekündigt: Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen eine Milliarde US-Dollar in den Ausbau entsprechender Produkte und Dienste fließen. "IoT wird sich zu einem eigenständigen Eco-System entwickeln – und wir werden eine führende Rolle darin einnehmen", sagte Michael Dell über das neue Projekt.

Hierzu hat er den separaten Geschäftsbereich "IoT Division" ins Leben gerufen, den VMware-CTO Ray O’Farrell leitet und der mehrere Abteilungen und Unternehmen zusammenfasst. Hierzu gehören neben VMware auch Dell EMC, Virtuestream, Pivotal, RSA und Secureworks. Das bisherige, breite Produktportfolio will der Konzern jetzt gebündelt und besser abgestimmt auf alle IoT-Anwendungen fokussieren. Dabei will Dell die gesamte Infrastruktur von einfachen Sensoren bis hin zu komplexen Cloud-basierten Auswertungen in den Bereichen, Analytics, Künstliche Intelligenz und Machine Learning abdecken. "Wir sind der einzige Anbieter der in allen Teilbereichen bereits eine führende Rolle einnimmt, oder diese kurzfristig erreichen kann", meint Dells Marketingchef Jerry Burton.

Dells Technologie-Experten glauben, dass IoT mit den bisherigen Infrastruktur-Ansätzen auf Dauer nicht zu verwalten sein wird. "Edge-Computing ist der erste wichtige Schritt in die richtige Richtung, aber es fehlt ein Bindeglied zwischen den Edge-Systemen und den Hochleistungs-Lösungen in der Cloud", erläuterte O’Farrell den neuen Dell-Ansatz. Als Antwort greift Dell auf einen schon längst vergessen Architektur-Begriff zurück: Distributed Computing ist der neue Ansatz, den der Konzern nun Core-Layer nennt. Diese Ebene befindet sich zwischen den Sensoren und Stellelementen einerseits und den Hochleistungssystemen in der Cloud andererseits.

Laut O’Farrell sieht die Aufgabenteilung zwischen den einzelnen Ebenen folgendermaßen aus: Auf der untersten Edge-Ebene werden die Daten erfasst und für eine weitere Verarbeitung aufbereitet. Auf der neuen Core-Ebene finden bereits erste operationelle Auswertungen statt, die zu direkten Steuerungen führen können, außerdem werden hier die Datenströme aggregiert und priorisiert. Die dritte und oberste Ebene ist dann die Cloud-Ebene, in der alle rechenintensiven sowie die nicht extrem zeitkritischen Operationen ablaufen.

Bereits jetzt verfügt Dell über einige Produkte und Dienste für die neue Ausrichtung, aber auch Beteiligungen an Start-ups sollen den Konzern im IoT-Bereich voranbringen. (Harald Weiss) / (fo)