Embedded-Hardware mit Nvidia Jetson: Aaeon stellt neue KI-Systeme vor

Drei neue Systeme bringt Aaeon auf den Markt, die wenig Strom verbrauchen und trotzdem KI- und ML-Software deutlich beschleunigen sollen.

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(Bild: vs148/Shutterstock.com)

Von
  • Moritz Förster

Um drei neue Rechner erweitert Aaeon sein Portfolio an Embedded-Systemen. Sie sind Teil der Serie Boxer und setzen alle auf Nvidias Jetson auf. Hierbei handelt es sich um stromsparende Systeme, die KI- und ML-Anwendungen beschleunigen sollen.

Das Modell 8251AI basiert auf dem Jetson Xavier NX, der SoC bietet 384 CUDA- und 48 Tensor-Kerne sowie zwei NVDLA-Engines für KI-Software. Aaeon gibt eine Leistung von bis zu 21 TOPS an, bei einer Leistungsaufnahme von 10 bis 15 Watt. Auf dem Board verrichtet außerdem Nvidias Carmel-CPU mit sechs ARMv8.2-Kernen ihren Dienst, ihr stehen 8 GByte LPDDR4-RAM zur Seite.

Der Boxer-8251AI kommt ohne Lüfter aus und soll eine Leistung von bis zu 21 TOPS bieten.

(Bild: Aaeon)

Kontakt mit der Außenwelt nimmt das System über eine RJ-45-Buchse fürs GbE auf, darüber hinaus stehen viermal USB 3.2 Gen1, einmal HDMI, einmal D-Sub für die RS-232-Verbindung sowie einmal Micro-USB zur Verfügung. Als Betriebssystem sieht der Hersteller Linux vor. Für letzteres ist ein eMMC-Speicher mit einer Kapazität von 16 GByte vorgesehen, der Massenspeicher lässt sich per microSD-Karte erweitern. Hinzu kommt ein M.2-Steckplatz, um WLAN-Konnektivität nachzurüsten. Das System ist passiv gekühlt, einen Lüfter benötigt es nicht. Als Betriebstemperatur gibt Aaeon -20 bis 60 Grad Celsius an.

Der ebenfalls neue 8240AI baut angeblich auf einem Jetson AGV Xavier auf – das Modul findet sich bei Nvidia nicht, die Spezifikationen bei Aaeon entsprechen jedoch dem AGX Xavier: 512 CUDA- und 64 Tensor-Kerne mit einer Leistung von bis zu 32 TOPS. Ihnen stehen acht ARMv8.2-Kerne sowie 16 GByte LPDDR4X-RAM zur Seite. Die Leistungsaufnahme des Systems gibt der Hersteller nicht an, die des AGX Xavier beträgt weniger als 30 Watt.

Der Boxer-8240AI bietet mehr leistung und mehr Schnittstellen, ihn treibt vermutlich Nvidias Jetson AGX Xavier an.

(Bild: Aaeon)

Fürs Ethernet stehen viermal RJ-45 zur Verfügung. Hinzu kommen zwei USB-3.2-C- und eine -Typ-A-Buchsen sowie einmal USB 2.0. Bildschirme lassen sich per HDMI 2.0 und DisplayPort 1.4 anschließen. Auch zweimal D-Sub für RS-232/422/485 ist mit an Bord. Für die Tonausgabe und ein Mikrofon verbaut Aaeon zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen.

Intern stehen ein 40-Pin-Header für Erweiterungen (UART, SPI, CAN, I2C, I2S, DMIC, GPIO) und einmal M.2 für eine WLAN-Karte sowie einmal M.2 für eine PCIe-Steckkarte bereit. Letzteres sieht der Hersteller für eine SSD vor, ab Werk ist außerdem ein eMMC-Speicher mit einer Kapazität von 32 GByte integriert. Auch mit einer microSD-Karte lässt sich der Speicher erweitern. Als Betriebssystem soll ebenfalls Linux zum Einsatz kommen.

Keine Angaben macht Aaeon zur Kühlung des 8240AI. Die Betriebstemperatur beträgt -25 bis 55 Grad Celsius. Alle Spezifikationen des Systems und des 8251AI können Leser auf den Produktseiten nachvollziehen.

Ebenfalls kaum Informationen stellt der Hersteller zum neuen 8222AI bereit, der auf Nvidias Jetson Nano basiert. Darüber hinaus legt Aaeon den schon länger verfügbaren 8120AI neu auf, der nun als zusätzliche Variante mit einem Jetson TX2 mit 4 GByte Arbeitsspeicher erscheint.

Zum endgültigen Erscheinungsdatum der neuen Systeme und den Preisen macht der Hersteller noch keine Angaben. Aaeon ist auf Industrie- und Embedded-Hardware spezialisiert und gehört zu Asus. (fo)