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Entscheider-Umfrage: Quereinsteiger haben es in der IT zunehmend schwer

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Derzeit ist zwar noch jeder fünfte IT-Experte ein Quereinsteiger, aber das könnte sich in absehbarer Zeit ändern. In einer repräsentativen Umfrage unter Geschäftsführern und Personalverantwortlichen von ITK-Unternehmen gaben zwei Drittel an, künftig weniger Autodidakten beschäftigen zu wollen. Nur 13 Prozent wollen mehr auf Seiteneinsteiger setzen. Vor allem in größeren Unternehmen sinken die Chancen für Bewerber ohne passende formale Qualifikation.

Beauftragt hat die Studie der Branchenverband Bitkom, dessen Präsident Dieter Kempf die Ergebnisse aber nicht nur als Statement für den Studiengang Informatik interpretiert wissen will: "Ingenieur- oder naturwissenschaftliche Fächer weisen inzwischen einen so hohen Anteil an ITK-Inhalten auf, dass bei einer entsprechenden Schwerpunktsetzung nicht von einem fachfremden Studium gesprochen werden kann. Informatik und Nachrichtentechnik bilden den Kern der Branche", erklärte Kempf. Mathematik und Physik, Elektrotechnik und Maschinenbau seien jedoch ebenfalls attraktive Abschlüsse für einen Einstieg in die IT. Es gebe zwar einen gravierenden Fachkräftemangel, gesucht würden aber vor allem hochqualifizierte Experten. "Der Seiteneinstieg wird als Karriereweg allmählich zum Auslaufmodell."

Als Quereinsteiger gilt, wer nicht den klassischen Weg über ein entsprechendes Hochschulstudium oder eine einschlägige Berufsausbildung gewählt hat. Deren Anteil ist in größeren Unternehmen ab 500 Beschäftigten mit rund 17 Prozent schon jetzt deutlich niedriger als in kleineren Firmen. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Aris durchgeführten Studie verzichtet fast jedes fünfte größere Unternehmen (18 Prozent) völlig auf Autodidakten in seiner IT-Abteilung, unter den kleineren Unternehmen zwischen 50 und 499 Beschäftigten ist es nur rund jedes achtzehnte (6 Prozent). (js)