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Exaflops-Forschung in Jülich ausgebaut

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Am Rande der International Supercomputing Conference (ISC) in Hamburg haben das Forschungszentrum Jülich, Intel und ParTec einen Vertrag zur Gründung des ExaCluster Laboratory in Jülich unterzeichnet.

Nach dem Durchbruch der Petaflops-Grenze im Jahr 2008 hat sich die Industrie die nächste Hürde vorgenommen. Ein Exaflops-Rechner leistet die tausendfache Geschwindigkeit der heutzutage schnellsten Rechner. Das Vorhaben stellt hohe Anforderungen an die Architektur, deshalb reicht es nicht, die benötigten Komponenten einfach nur hinzuzufügen. Wegen der zunehmende Komplexität braucht ein Exaflops-Rechner eine besondere Verwaltung und Organisation, um überhaupt die gewünschte hohe Leistung erbringen zu können. Das ExaCluster Laboratory widmet sich dieser grundlegenden Forschung. Im März hatten das FZ Jülich und IBM das Exascale Innovation Center gegründet, in dem die beiden Partner bis Ende des Jahrzehnts Hardware-Komponenten und Software für kommende Höchstleistungsrechner entwickeln wollen.

Die beteiligten Unternehmen sowie das Forschungszentrum Jülich haben sich das Ziel gesetzt, bis zum Ende dieses Jahrzehnts die Voraussetzungen für die Cluster-Technik zu schaffen, die für den Betrieb eines Exaflops-Rechners nötig ist. Inhalt der Entwicklungsarbeit sind Betriebssysteme, Softwarewerkzeuge und Simulationsprogramme. Im neu gegründeten Labor werden rund ein Dutzend Forscher arbeiten. Es ist zusammen mit dem im letzten Jahr in Paris gegründeten Exascale Computing Research Center Teil der Intel Labs Europe, in dem insgesamt 900 Experten an 20 Standorten tätig sind. Bereits im Jahr 2008 gab es die erste Gründung des Institute for Advanced Architectures in den USA. (Nikolai Zotow) / (rh)