Fedora Server nimmt Gestalt an

Das Fedora-Team hat vergangenes Jahr eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die eine für den Server-Einsatz optimierte Fedora-Variante evaluieren soll. Jetzt hat sie Ergebnisse vorgelegt.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 56 Beiträge
Von

Im Fedora-Team gibt es schon länger Stimmen, die mit einer Variante jenseits des Desktop-Einsatzes liebäugeln. So gründete sie im Oktober vorigen Jahres eine Server-Arbeitsgruppe, die evaluieren sollte, wie und mit welcher Zielgruppe eine speziell für den Server-Betrieb optimierte Fedora-Variante aussehen kann. Mit Fertigstellung von Fedora 20 soll die dann folgende Fedora-Release abgesehen von den verschiedenen Desktop-Spins und Live-Versionen sowie den verschiedenen unterstützten Architekturen auch inhaltlich in unterschiedlichen Varianten erhältlich sein. Jetzt hat die Arbeitsgruppe ihren letzten Entwurf eines Product Requirements Document (PRD) veröffentlicht.

Darin wird Fedora Server als eine Community-Plattform für Administratoren definiert, die einen Server aufsetzen wollen. Fedora Server soll aktuelle Techniken zur Verfügung stellen und sich sowohl dafür eignen, einzelne Dienste bereitzustellen als auch ganze Rechenzentren zu betreiben oder private Cloud-Umgebungen aufzubauen.

In dem Dokument werden darüber hinaus im bewusst humoristischen Stil fünf Zielgruppen-Profile identifiziert. Da ist zum Beispiel der Typ System Administrator Macgyver, der Server-Dienste mit möglichst geringen Ressourcenverbrauch anbieten möchte. Ferner richtet sich Fedora-Server an den Typ DevOps-Engineer/Administrator, dem es in erster Linie um ein schnelles und einfaches Deployment von Anwendungen geht. Weiter richtet sich Fedora Server an den Traditional Application Developer, dem die Distribution ein stabiles API und ABI zur Verfügung stellt, während der Junior Enterprise System Administrator vorrangig eine einfache Lösung zur Serververwaltung sucht. Letztlich soll es eine Variante auch für Entscheidungsträger im Open-Source-Umfeld geben.

Ein Wiki-Eintrag liefert bei Interesse weitere Informationen zu den Varianten und Arbeitsgruppen. Darüber hinaus bittet das Server-Team gezielt um Feedback. (avr)