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iX Magazin

Firefox 31 verbessert Jugendschutz und Entwicklerunterstützung

Die aktuelle Version des freien Browsers berücksichtigt die Kindersicherung des Betriebssystems und informiert Webserver darüber. Den Schwerpunkt haben die Entwickler von Firefox 31 jedoch auf Funktionen für Entwickler gelegt.

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Unter Windows und Mac OS X können Anwender eine "Kindersicherung" aktivieren, die die Nutzung des Rechners einschränkt. Die Auswahl der zulässigen Websites dort wirkt jedoch nur für die hauseigene Software von Microsoft beziehungsweise Apple. Ausgehend von dieser Einstellung will der jetzt veröffentlichte Firefox 31 ebenfalls besseren Jugendschutz bieten.

Dazu sendet er bei Nutzern mit aktivierter Kindersicherung bei jeder Anfrage den neuen HTTP-Header "Prefer:Safe". Ähnlich wie der viel diskutierte "Do-not-Track"-Header hat auch dieser nur empfehlende Wirkung: Es bleibt dem Website-Betreiber überlassen, ob er ihn respektiert oder nicht. Anhänger des neuen Headers ist auch Microsoft, das die Technik der IETF zur Normung vorschlagen will. Googles Browser Chrome hingegen kennt seit Anfang 2014 "überwachte Nutzer" (supervised user). Für sie kann man eine Liste zulässiger Webseiten festlegen, den Besuch aller anderen verhindert der Browser dann.

In Firefox' Canvas-Debugger lassen sich die Zeichenoperationen verfolgen.

(Bild: Mozilla )

Eine weitere neue Funktion blockiert das Ausführen heruntergeladener Malware. Firefox nutzt dafür dieselbe Implementierung wie Chrome, der diese Hürde mit Version 32 errichtet hat.

Die weitaus meisten Neuerungen bringt Firefox 31 jedoch für Web-Entwickler. Sie können CSS-Variablen nutzen, mit denen sich Werte zentral festlegen lassen. So definiert etwa

root: { --bg: blue; } 

eine "Property" bg, auf die spätere CSS-Regeln per var() zugreifen können:

p { background-color: var(--bg); }

Verbesserungen gab es außerdem bei den Webdeveloper Tools. Mit einem speziellen Debugger für das canvas-Element kann man Web2D- und WegGL-Operationen verfolgen. Die Konsole zeigt bei Fehlermeldungen automatisch einen Stack-Trace an und die Dimensionen von Elementen lassen sich direkt in der Layout-Ansicht der Entwickler-Tools ändern.

Ältere Firefox-Versionen werden in der Regel automatisch aktualisiert. Außerdem steht die Software für verschiedene Betriebssysteme und Sprachumgebungen zum Download zur Verfügung. (ck)