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Firefox 33 integriert Ciscos offenen H.264-Codec

Die aktuelle Version des freien Browsers verwendet zunächst für die direkte Browser-zu-Browser-Kommunikation Ciscos kostenlose Implementierung des patentgeschützten Codecs.

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Mit dem von der MPEG LA vermarkteten H.264-Codec könnten Konkurrenzprodukte wie Googles VP8 bislang nicht mithalten – zumindest was die Verbreitung angeht. So begründet Mozillas CTO Andreas Gal in einem Blog-Beitrag die Integration des patentgeschützten Verfahrens in die aktuelle Version 33 des Browsers Firefox. Der Code für "OpenH264" stammt von Cisco, die Quellen liegen offen. Wer sie unverändert einsetzt, ist von Lizenzzahlungen an die MPEG LA ebenso befreit wie Nutzer einer der von Cisco bereitgestellten Binärversionen, da sie dann dieses Unternehmen übernimmt.

Durch die interne Umstellung auf ein Byte für westliche Texte soll Firefox fast 50 Prozent weniger Speicherplatz für Strings verbrauchen.

(Bild: https://blog.mozilla.org/javascript/2014/07/21/slimmer-and-faster-javascript-strings-in-firefox/)

Bislang nutzt Firefox allerdings Ciscos H.264-Codec nur für WebRTC, also die direkte Audio- und Videoübertragung zwischen zwei Browsern. Den Einsatz mit dem video-Element, also beim HTML-5-konformen Abspielen von Filmen ohne Plug-in, verhindere noch fehlende Unterstützung für das "high profile format", schreibt Gal.

Verbessert haben die Firefox-Entwickler nach eigenen Angaben das Suchen via Adresszeile. Intern soll die Einführung einer platzsparenden String-Kodierung den Speicherplatzbedarf in einigen Fällen fast halbiert haben. Das betrifft in erster Linie Webseiten mit Texten vorwiegend aus dem westlichen Sprachraum: Statt bislang zwei Bytes verwendet Firefox dabei für jedes Zeichen nur noch ein Byte. Diese Umstellung könnte sich auch bei Webseiten, die andere Zeichensätze verwenden, positiv auswirken. So sollen die zehn beliebtesten chinesischen Sites nur für rund 28 Prozent der Strings zwei Bytes benötigen.

Firefox' Web-Inspektor markiert HTML-Elemente, für die ein Event-Listener registriert ist und zeigt die jeweiligen Funktionen an.

In den Entwicklerwerkzeugen erscheint jetzt eine Markierung neben Elementen, für die ein Event-Listener registriert ist. Ein Klick darauf zeigt den Funktionsnamen an und ermöglicht es, einen Haltepunkt im Debugger direkt zu setzen. Beim Überfahren eines HTML-Elements, für das eine CSS-Transformation definiert ist, visualisieren die Developer-Tools diese Transformation nun.

Vorhandene Firefox-Installationen aktualisieren sich in der Regel automatisch. Andernfalls lässt sich die neue Version für verschiedene Sprachen und Betriebssysteme herunterladen.

Siehe dazu auch: