Förderprogramme bremsen Cloud-Investitionen

Einer Studie von ZEW und OECD zufolge fließen staatliche Investitionshilfen vor allem in herkömmliche Informations- und Kommunikationstechnik.

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(Bild: nuruddean / Shutterstock.com)

Von
  • Bert Ungerer

Unternehmen investieren verstärkt in herkömmliche Informations- und Kommunikationstechnik statt in die Cloud, wenn sie Zugang zu staatlichen Investitionshilfen haben. Die hier ausgeschütteten Gelder fließen bislang vornehmlich in Sachwerte. Entsprechende Förderpogramme sollten digitale Dienste stärker berücksichtigen, so das Ergebnis einer Studie des ZEW Mannheim in Kooperation mit der OECD. Laut den Autoren "besteht die Gefahr, dass der Staat unbeabsichtigt die Verbreitung von Cloud-Computing verlangsamt".

An Cloud-Services knüpfen sich in wirtschaftlicher Hinsicht große Hoffnungen, argumentieren die Autoren des ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, und werfen in ihrer Studie die Frage auf, ob die bisher praktizierte öffentliche Förderung womöglich der Verbreitung von Cloud-Computing und damit der Gründung neuer Unternehmen und der Schaffung von Arbeitsplätzen entgegenwirkt.

Die ZEW-Studie nahm in Deutschland Zuschüsse im Rahmen der "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" unter die Lupe. Die öffentliche Förderung trug zwar dazu bei, dass die Unternehmen insgesamt mehr für ihre eigene IT ausgaben. Die ZEW-Forscher stellten aber fest, dass die geförderten Unternehmen sogar weniger Geld für die Cloud ausgaben als vor dem Beginn der Fördermaßnahmen. (un)