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Fraunhofer präsentieren 3D-Laserscantechnik in Echtzeit

Ein neuer, von drei Fraunhofer Instituten entwickelter 3D-Laserscanner soll selbst sich bewegende Objekte quasi in Echtzeit erfassen.

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Gemeinschaftlich haben drei Fraunhofer-Institute ein neues Laserscansystem entwickelt, das eine Pulslaufzeit-Laserentfernungsmessung mit einer adaptiv arbeitenden Microspiegelkomponente (MEMS) vereint. Das Gerät arbeitet mit 22 Empfangsspiegeln und integrierter Positionssensorik und erlaubt es, Messungen unabhängig von den Lichtverhältnissen auch aus Entfernungen von bis zu etwa 30 Metern vorzunehmen. Durch die hohe Scan-Geschwindigkeit von 1,6 kHz entstehen die Aufnahmen fast in Echtzeit. Damit sollen sich selbst in Bewegung befindliche Objekte – etwa Flugzeuge auf Landebahnen – erfassen lassen.

Der von Fraunhofer-Forschern entwickelte 3D-Laserscanner arbeitet nach dem Vorbild des menschlichen Auges.

Das adaptive Vorgehen erlaubt – vergleichbar mit dem Fokussieren des menschlichen Auges – eine schnelle Anpassung des Bildausschnitts an den jeweils interessierenden Bereich. Für die Analyse eines ersten 3D-Übersichtsbildes hat das Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) Softwarealgorithmen entwickelt, die den Scanner auf interessante Bildausschnitte lenken, um die 3D-Daten situationsbezogen schnell erfassen zu können. Das Institut für Physikalische Messtechnik (IPM) hat die TOF-Lasermesstechnik (Time of Flight) in das Projekt eingebracht, das Systemkonzept kommt aus Dresden vom Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS).

Auf der Vision in Stuttgart vom 4. bis 6. November 2014 will das IPMS den kompletten Scankopf an seinem Messestand vorstellen. (ka)