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Gebrauchte Software: li-x startet Handelsbörse für Lizenzen

Mit einer Börse für Lizenzen gebrauchter Software will li-x vor allem im Unternehmensbereich Kunden finden. Das Angebot verspricht hohe Transparenz, gleichzeitig soll gerade die rechtliche Sicherheit gewährleistet bleiben.

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Unter li-x.com startet das gleichnamige Hamburger Start-up eine Plattform zum Handel mit Lizenzen für gebrauchte Software. Die Börse richtet sich an Unternehmen und verspricht Verkäufern und Kunden ein hohes Maß an Transparenz bei der Transaktion. Beide Seiten können ein Angebot vorlegen: Als Verkäufer muss man die verfügbare Menge und einen Mindestpreis angeben, Interessenten hingegen die benötigte Anzahl und das maximal gezahlte Gebot.

In der Verkaufsansicht können sich Verkäufer und Käufer über Angebote informieren oder eigene einstellen.

(Bild: li-x)

Von der gezahlten Summe erhält li-x eine Provision, momentan zwölf Prozent. Der Zwischenhandel, von dem sich andere Anbieter finanzieren, entfällt. Die Kurse bestimmen so ausschließlich das Angebot und die Nachfrage, über den momentanen Wert einer Software kann man sich jederzeit informieren. Zum Sicherstellen einer einwandfreien Dokumentation der Rechtekette erhält der Käufer eine Versicherung, dass die Software nicht weiter im Einsatz ist. Vor dem Handel sorgt zudem ein Clearing-Prozess für weitere Sicherheit.

Gerade große Softwarehersteller wie Oracle oder Microsoft versuchen immer wieder, den Handel mit Gebrauchtsoftware beziehungsweise den Wiederverkauf ihrer Lizenzen zu unterbinden. Zuletzt entschieden aber der Europäische Gerichtshof und in dessen Folge auch der Bundesgerichtshof, dass der Handel mit Gebrauchtsoftware und Lizenzen unter bestimmten Voraussetzungen durchaus zulässig ist. (fo)