Menü
iX Magazin

Google Cloud Next: Anthos beerbt die Cloud Service Platform

Auf seiner ersten Google Cloud Next präsentierte Thomas Kurian Anthos und Cloud Run. Bei ersterem Dienst handelt es sich um die weiterentwickelte CSP.

vorlesen Drucken Kommentare lesen

Thomas Kurian nutzte seinen Einstand auf der Google Cloud Next, um die neuen Dienste Anthos und Cloud Run zu präsentieren.

(Bild: Google)

Auch 2019 lud Google zu seiner Cloud-Hauskonferenz Next nach San Francisco ein. Nach einer kurzen Einführung durch CEO Sundar Pichai gehörte die Bühne fast ausschließlich Thomas Kurian. Er verantwortet seit November 2018 Googles Cloud-Geschäft und arbeitete zuvor 22 Jahre für Oracle. Auf seiner ersten Next konnte Kurian mit einer ganzen Reihe von Ankündigungen aufwarten.

Den Anfang machte Anthos. Genaugenommen versteckt sich hinter dem neuen Namen eine weiterentwickelte Cloud Service Platform (CSP). Anwender können nun ihre Anwendungen transparent auf der eigenen Infrastruktur als auch bei mehreren Cloud-Dienstleistern verwalten. Im Unterschied zur CSP kann Anthos ebenso mit AWS und Azure umgehen. Nicht unerwartet favorisiert Google Container als Unterbau für die Anwendungen, für virtuelle Maschinen zeigte der Konzern hingegen Anthos Migrate. Der Dienst ist als Beta verfügbar und soll VMs, egal wo diese laufen, in Container auf der Basis der Google Kubernetes Engine (GKE) umwandeln.

Jennifer Lin, Direktor Produkt Management Anthos, präsentierte dies den Zuschauern mit einer Webshop-Anwendung auf VMware-Basis. Nachdem Anthos Migrate seine Arbeit verrichtet hatte, lief die Applikation in drei Container-Instanzen: eine im eigenen Rechenzentrum, eine in der Google-Cloud und eine bei AWS. Hierzu passend stellte Kurian neue Rechenzentren in Seoul und Salt Lake City für 2020 in Aussicht. Damit würde die Anzahl der unterstützten Regionen auf 23 steigen.

Die nächste große Ankündigung gehört in den Bereich Serverless Computing: Das Produkt Cloud Run ist nun als Beta verfügbar und erlaubt den Betrieb von zustandsfreien HTTP-basierten Anwendung, ohne sich Gedanken über die notwendige Infrastruktur machen zu müssen.

Laut Google funktioniert Cloud Run mit allen Anwendungen, welche die folgenden Kriterien erfüllen: beantwortet Anfragen per HTTP/1.1 in maximal 15 Minuten, benötigt nicht mehr als 1 GByte Hauptspeicher und einen CPU-Kern. Diese Einschränkungen sollen in kommenden Versionen wegfallen. Im Hintergrund werkeln GCP, GKE und Knative, letzteres stellte Google letztes Jahr als Software fürs Serverless Computing in der eigenen IT-Landschaft vor. (Udo Seidel) / (fo)