Google arbeitet an "QUIC"

Neben potenziell mehr Tempo bietet Googles neues Protokoll eine Reihe von Erweiterungen gegenüber TCP.

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Von
  • Michael Riepe

Googles erster großer Wurf in Sachen Netzwerkprotokolle war SPDY ("speedy") : Es bildet die Grundlage für den im November 2012 erstmals veröffentlichten Entwurf für HTTP 2.0 und soll unter anderem die Übertragung von Webseiten beschleunigen. Indessen arbeitet der Suchmaschinengigant an einem neuen Protokoll, das auf den Namen QUIC hört und eine Netzwerk-Ebene tiefer arbeitet.

Im Unterschied zu TCP erlaubt QUIC mehrere Daten-Streams innerhalb einer Sitzung (Session). Außerdem unterstützt es Datenverschlüsselung, Vorwärts-Fehlerkorrektur (Forward Error Correction, FEC) und einen Mechanismus zur "Staukontrolle" (Congestion Control). Damit würde es sich nicht nur für schnödes Websurfen eignen, sondern auch für Multimedia-Anwendungen wie VoIP-Telefonie oder Video-Streaming. Langfristig könnte QUIC damit nicht nur HTTP über TCP ersetzen, sondern auch Protokolle wie (S)RTP (Secure Real-time Transport Protocol) und WebSocket. Wer sich für Details interessiert, findet weiteres im Git-Archiv von Chromium. (mr)